1. Ratgeber
  2. Gesundheit & Ernährung

Telefonaktion: Das hilft bei Problemen im Bett

Telefonaktion: Das hilft bei Problemen im Bett

Viele Männer trauen sich bei Erektionsstörungennicht zum Urologen. Dabei können diese in vielen Fällen helfen.

Düsseldorf. Während unserer Telefonaktion zum Thema "Erektionsstörungen" standen die Telefone nicht still. Die vier Experten, Dr. Markus Mohr, Dr. Jesco Jungklaus, Dr. Eckhard Günnewig und Dr. K-P. Nolting, niedergelassene Urologen aus Düsseldorf, hatten keine freie Minute. Hier listen wir für alle, die nicht durchgekommen sind, die häufig gestellten Fragen mit den entsprechenden Antworten auf:

Es gibt viele Auslöser. Hier die häufigsten: Diabetes Mellitus, koronare Herzerkrankungen, Übergewicht, Rauchen, Stress, OP-Folgen bei Prostata-Krebs, Folgen einer Bestrahlungstherapie. Auch Medikamente können die Störung hervorrufen.

Ist über einen Zeitraum von drei und mehr Monaten kein befriedigendes Liebesleben möglich, sollte auf jeden Fall eine ärztliche Behandlung in Betracht gezogen werden. Je länger die Erektionsstörungen anhalten, umso belastender werden sie für das betroffene Paar. Die meisten Männer sind sehr erleichtert, wenn sie diesen Schritt tun und zum Arzt gehen.

Wichtig ist vor allem erst einmal, dass ein Facharzt, ein Urologe, eine genaue Diagnose stellt und die Ursache der Störung herausfindet. In den meisten Fällen können Erektionsstörungen effektiv behandelt werden - medikamentös, operativ oder mit mechanischen Hilfsmitteln. Die meisten Männer bevorzugen die unkomplizierte Einnahme von Tabletten, den so genannten PDE-5-Hemmern. Sie fördern den Bluteinstrom in den Schwellkörper und wirken nur bei sexueller Stimulierung.

Der Urologe versucht mit einer umfangreichen Untersuchung, die unter anderem ein Gespräch und meist eine Ultraschall-Untersuchung beinhaltet, die Ursache der Erkrankung herauszufinden. Eine Ultraschall-Untersuchung ist allerdings eine Selbstzahlerleistung, die gesetzliche Kasse übernimmt nicht die Kosten. Es wird damit begründet, dass eine Erektionsstörung keine lebensbedrohliche Erkrankung ist.

Auch die PDE-5-Hemmer muss der Patient selbst bezahlen. 2004 wurde entschieden, dass man die Kosten dieser Leistungen nicht der Solidargemeinschaft zumuten kann. Ausnahmen: Bei Beamten werden die Medikamente gezahlt. Und manchmal bekommt der Patient das Geld für mechanische Hilfsmittel zurückerstattet.

Auch hier gilt, dass erst eine richtige Diagnose gestellt werden muss, bevor die Medikamente verschrieben werden. Männer sollten keine Scheu haben, zu einem Facharzt, sprich Urologen zu gehen. Hier hat das männliche Geschlecht laut unseren vier Experten einen großen Nachholbedarf im Vergleich zu den Frauen, für die eine regelmäßige Untersuchung beim Gynäkologen ganz normal ist.

Das muss nicht sein. Zuerst muss der Arzt feststellen in welchem Bereich sich der Querschnitt der Wirbelsäule befindet, dann kann er eine ausführliche Diagnose stellen. In einigen Fällen können Medikamente eine sinnvolle Therapie darstellen, in anderen Fällen helfen auch mechanische Hilfsmittel.

Ja, auch bei ihnen gilt, dass man zuerst der Ursache der Beschwerden auf den Grund gehen muss. In solchen Fällen kann es die Herzerkrankung selbst sein. Nach der Diagnose kann man dann eine individuelle Therapie erstellen. Das können auch PDE-5-Hemmer sein - es gibt aber Einschränkungen. In den ersten drei bis sechs Monaten nach schweren Vorfällen wie etwa einem Herzinfarkt dürfen keine PDE-5-Hemmer eingenommen werden.

Auch wenn nitrat- oder molsidominhaltige Medikamente eingenommen werden, dürfen die Arzneien nicht eingenommen werden. Deshalb ist es wichtig, dass der Arzt immer über sämtliche Medikamente informiert wird. Bei entsprechender Verordnung sollte in jedem Fall der behandelnde Hausarzt oder Kardiologe befragt werden.