Sport hilft gegen Diabetes

Wiesbaden (dpa/tmn) - Regelmäßiger Sport fördert die Gesundheit und beugt Krankheiten wie Diabetes vor. Dazu ist kein Extremsport wichtig - was zählt, ist der Spaß an der Bewegung.

Menschen mit Übergewicht und erhöhten Blutzuckerwerten sollten sich mehr bewegen, damit sie nicht an Altersdiabetes erkranken. Die Gefahr lasse sich deutlich senken, wenn Betroffene 150 Minuten pro Woche ihre Ausdauer trainieren, erläutert Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten in Wiesbaden. Das entspricht einem Pensum von dreimal 50 oder sechsmal 25 Minuten wöchentlich. Ergänzend oder als Alternative biete sich Krafttraining an, es sei allerdings nicht ganz so effektiv wie Ausdauersport. Wichtig sei, Spaß an der Bewegung zu haben.

Bei leicht erhöhtem Blutzuckerspiegel sind die Insulinwerte Wesiack zufolge meist schon stark erhöht. Dann spreche man von einer Insulinresistenz, das heißt, der Patient ist schon unempfindlich gegen das Hormon Insulin und hat eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes. Risikofaktoren seien neben falschen Ernährungsgewohnheiten Übergewicht und zu wenig Bewegung. Sport könne daher helfen, Muskeln aufzubauen, deren Zellen mehr Energie in Form von Zucker verbrauchen. Das mache sie wieder empfindlicher gegenüber Insulin und verhindere oder verlangsame die Entwicklung einer Insulinresistenz.

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