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Outdoor-Outfits online kaufen - was darf Wanderbekleidung kosten?

Wanderausrüstung : Outdoor-Outfits online kaufen - was darf Wanderbekleidung kosten?

Ob Tageswanderung durch naheliegende Wälder und Felder oder extreme mehrtägige Tour auf den Bergen – die richtige Wanderkleidung ist nicht nur für das Wohlbefinden wichtig, sondern auch um Risiken und mögliche Verletzungen zu vermeiden.

Damit der Freizeitspaß nicht unnötig beeinträchtigt wird, muss das Equipment sowie die Kleidung perfekt zusammenspielen. Wenn aber die Schuhe nicht passen, die Oberkleidung unbequem ist oder die Jacke nicht vor dem Wetter schützt, kann der Ausflug schnell zu einem Horror-Trip werden. Richtige Wanderkleidung ist demnach essenziell – aber was darf diese eigentlich kosten?

Fabelhafte Aussicht, angenehme Luft und fernab allen Trubels: Wandern ist ein einzigartiger Sport, der die Schönheit der Natur näherbringt. Einmal den Alltagsstress zu Hause lassen und sich einfach von der Sportart mitreißen lassen. Allerdings werden Wanderungen und Trekking-Abenteuer gerne unterschätzt. Wenn noch dazu die falsche Kleidung im Spiel ist, kann die Wanderung einem schnell die Freude rauben.

Das Trekking von damals

Das Wandern durch Wälder und Berge gibt es natürlich schon seit Jahrtausenden – so richtig zum Sport wurde das Trekking allerdings erst im 18. und 19. Jahrhundert. Während dieser Zeit entdeckten immer mehr Menschen die Schönheit des Wanderns, wodurch die Sportart große Begeisterung gewann. Allerdings bestand die Kleidung damals lediglich aus ganz gewöhnlicher Alltagskleidung. Niemand scherte sich um passendes Schuhwerk oder Regenjacken. Doch das Vergnügen und die Lust auf Neues hielten die Menschen von damals nicht davon ab, neue Wege zu erkunden.

Aus dieser Sicht galten die damaligen Wandertouren vermutlich als überaus strapazierend, da die genutzte Kleidung häufig sehr schwer war – besonders nach einem kräftigen Regenschauer. Auch von winddichten Jacken war damals noch nicht die Rede – von einem funktionellen Schichtsystem ganz zu schweigen.

Trotzdem schafften es diese Pioniere hunderte Kilometer zurückzulegen, die selbst mit heutiger Trekking-Ausrüstung eine Herausforderung wären. Demnach ebneten diese Menschen auch den Weg für die heutige Outdoor-Branche und dem Wandertourismus.

Eigenschaften guter Wanderkleidung

Wandern ist ein schweißtreibender und anspruchsvoller Sport, besonders im Sommer. Aber auch im Winter sind Trekker auf eine gut funktionierende Wanderbekleidung angewiesen, um sich vor der eisigen Kälte auf den Bergen zu schützen. Um demnach nasse Kleidung am Körper zu vermeiden, sollte die Wanderbekleidung grundsätzlich feuchtigkeitsregulierend sein. Diese schnell trocknenden Materialien sorgen außerdem für ein gutes Hautgefühl, sodass sich Wanderer auch bei extremen Anstrengungen wohlfühlen.

Um allerdings Hitze in der Wanderkleidung zu vermeiden, sollte diese atmungsaktiv sein. Die elastischen Fasern sind somit perfekt aufeinander abgestimmt und sorgen zusätzlich für Bewegungsfreiheit. Wer demnach einen idealen Begleiter für anspruchsvolle Bergtouren sucht, ist bei der Nimble Kaputzenjacke genau richtig. Die schnell trocknende, elastische, wasser- und winddichte Jacke im Softshell-Style erweist sich gerade für anstrengende Touren als ist perfekte Wahl. Die Jacke liegt in der mittleren Preisklasse und bietet praktische Funktionen zu einem komfortablen Preis. Je nach Marke können Outdoorjacken in diesem Bereich bereits bei mehreren hundert Euro liegen, wobei diese allerdings dieselben Funktionen aufweisen wie beispielsweise die Kaputzenjacke von Nimble.

Eine weitere Eigenschaft, die für eine gute Wanderkleidung spricht, ist mitunter die Wettertauglichkeit. Gerade bei Outdoorbekleidung ist es wichtig, dass diese Wind und Regen effektiv standhält. Witterungsfeste Materialien sind demnach nicht nur für die Wanderjacke von Bedeutung, sondern auch für Wanderschuhe und Wanderhosen. Dies ist besonders wichtig, da mehrtägige Trekkingtouren oftmals von einem ziemlichen Wetterumschwung betroffen sein können. Um daher nicht nass im Regen zu stehen, ist es wichtig auf gute witterungsfeste Materialien zu achten.

Des Weiteren ist Wanderbekleidung meist noch zusätzlich mit speziellen Zonen ausgestattet. Das Material in diesen Bereich bietet eine bessere Polsterung sowie genügend Stabilisierung. Abgesehen davon wird der Bereich rund um das Gesäß sowie den Knien zusätzlich geschützt, da dieses während Wanderung häufig sehr beansprucht wird.

Outdoor-Bekleidung zum Wandern sollte demnach:

  • Bewegungsfreiheit ermöglichen
  • Atmungsaktiv sein
  • Wärme und Feuchtigkeit regulieren
  • Witterungsfest sein
  • Schützende Zonen aufweisen

Effektive Wanderhosen und Wandershorts

Nicht nur eine bequeme Passform, sondern auch gute Bewegungsfreiheit sind bei Wanderhosen das A und O. Zusätzlich sollten die Materialien strapazierfähig sein, damit diese bei Regen schnell trocknen und die Feuchtigkeit vom Körper abtransportiert wird.

Neben den verschiedensten synthetischen Fasern kommen hierbei auch Produkte wie Elastan oder Tencel zum Einsatz. Dies hat den Vorteil, dass viele Wanderhosen besonders elastisch sind, dafür aber auch sehr stabil. Tourenhosen von Bergans oder Icepeak aber auch von Adidas sind eine gute Wahl für diverse Herausforderung im Freien.

Wer nur gelegentlich wandert, ist mit diesen Herstellern bereits ziemlich gut im Rennen. Sie liegen in der mittleren Preisklasse und können bereits ab 50 Euro erworben werden. Wanderer, die allerdings auf mehr Funktionen setzen, müssen für passende Wanderhosen mit mehreren hundert Euro rechnen. Beispiele für hochwertige Materialmischungen sind mitunter Fjällräven oder Ortovox, wobei die Preise in diesem Fall gerechtfertigt sind, da weitaus mehr Funktionen zur Verfügung stehen. Fjällräven sticht besonders durch leichtes, flexibles und atmungsaktives G-1000 Lite Material hervor. Feuchtigkeit wird auf diese Weise besser abgeleitet und der Träger gerät viel weniger ins Schwitzen.

Häufig werden diese Wanderhosen noch ab den Knien und am Gesäß weiter verstärkt, um den Nutzer vor Verletzungen zu schützen. Außerdem bleibt die Hose auf diese Weise sehr atmungsaktiv und bewegungsfreundlich. Funktionelle Wanderhosen werden unter anderem mit individuell anpassbaren Bundweiten, vorgeformten Kniepartien sowie elastischen Zwickeleinsätzen weiter verstärkt.

Zip-Off Hosen an warmen Wandertagen

Gerade im Frühling oder Sommer, können die Temperaturen schnell in die Höhe klettern. Demnach sind Wanderhosen mit abnehmbaren Beinen besonders beliebt, da diese eine hohe Flexibilität bieten. So verwandeln sich die langen Hosen in nur kurzer Zeit in praktische, knielange Wandershorts. Diese Hosen sind besonders bei längeren Wandertouren ideal, da das Wetter häufig wechselhaft und kaum vorhersehbar ist.

Andere wiederum greifen im Sommer lieber sofort zu kurzen oder knielangen Hosen. Die stretchigen Shorts von Icepeak bieten ihrem Träger höchsten Komfort rund um die Uhr. Mit einem Preis von knappen 38 Euro sind sie ihr Geld allemal wert. Gerade bei sommerlichen Temperaturen sind diese kurzen Shorts ideal, da sie atmungsaktiv sind und den Wanderer in seiner Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Auch Funktionsshorts von Odlo oder Adidas sind gute Alternativen im Sommer.

Wer sich eher auf Trekking oder Laufsport fixiert, findet in den hybriden zweilagigen Shorts von Peak Performance den idealen Begleiter. Mit einem Preis von etwa 111,90 Euro bietet sie ihrem Träger zusätzlich Komfort durch ein besonderes Zweilagensystem. Die Mischung aus Kompressions-Tight und robust gewebten Shellshorts bietet nicht nur Schutz, sondern sieht außerdem ziemlich modern aus.

Für alle Bergwanderer sind die Funktionsshorts von Bergans eine gute Wahl. Sie sind billiger als diverse andere Short, bieten aber ebenfalls diverse technische Eigenschaften an. So sind die leichten Shorts atmungsaktiv und bestehen aus einem schnell trocknendem 4-Wege-Strechmaterial, das neben zusätzlicher Weite für eine optimale Belüftung sorgt. Zusätzlich ist das Gewebe von Bluesign bestätigt und sorgt demnach für Nachhaltigkeit.

Wandersocken und Wanderschuhe

Wanderschuhe sollten immer gut passen, um Verletzungen zu vermeiden. Gleichzeitig sollten diese atmungsaktiv sein, damit es besonders bei langen Wanderungen nicht zu Schweißfüßen kommt. Wer häufig auf unwegsamem Gelände unterwegs ist, sollte unbedingt auf Trekkingschuhe Wert legen, die die Knöchel bedecken. Bergschuhe von Mammut oder Lowa sind eine gute Wahl, da diese über einen guten Grip verfügen und die nötige Stabilität gewährleisten. Wanderer müssen in diesem Fall allerdings etwas mehr Geld auf die Seite legen, da diese unter 100 Euro nicht erhältlich sind. Es ist jedoch von Vorteil, gerade in diesem Bereich nicht zu sparen, da billige Wanderschuhe die Verletzungsgefahr erhöhen.

Bei leichten Wanderungen in flacheren Gebieten reichen grundsätzlich flache Wanderschuhe – eine passende Belüftung sollte allerdings trotzdem immer gegeben sein. Zusätzlich sorgen passende Wandersocken für eine optimierte Polsterung und sind ebenfalls dazu da, um Blasen zu vermeiden.

Softshell- und Hardshelljacken

Sind die Bedingungen kühl und windig, greifen viele Wanderer gerne zu Softshelljacken oder Softshellwesten. Besonders die Westen sind sehr beliebt, da diese nicht nur eine gute Mischung aus Windschutz bieten, sondern auch für eine angenehme Bewegungsfreiheit sorgen. Darüber hinaus werden viele Softshelljacken bereits zusätzlich mit wasserabweisenden Materialien hergestellt und sind daher gerade bei leichtem Regen die ideale Wahl.

Softshelljacken gibt es bereits zu relativ günstigen Preisen ab 60 Euro. Wer natürlich mehr Funktionen haben möchte oder generell professionell in den Bergen unterwegs ist oder sein möchte, muss mit mehr Geld rechnen. Beliebt sind Softshelljacken der bekannten Marken Mammut und Jack Wolfskin, die eine Wassersäule von 10.000 mm bieten und gerade bei längeren Bergtouren und dem oftmals unberechenbarem Wetter von Bedeutung sind. Für knappe 170 Euro erhalten Wanderer hierfür eine Jacke mit robustem Obermaterial sowie einem Nylonface, weitenverstellbarem Saum und hochwertigem Softshell-Laminat. Die Sapuen Softshelljacke von Mammut ist allerdings nicht nur ein idealer Begleiter bei Bergtouren, sondern erweist sich auch auf Reisen oder im Alltag als treuer Freund.

Ist das Wetter wesentlich unberechenbarer und sind kräftige Niederschläge der Fall, erweisen wetterfeste Hardshelljacken ihre Dienste. Die wasserfesten Regenjacken sind häufig mit atmungsaktiven Membranen ausgestattet und sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit nicht in das Innere der Jacke einritt. Gleichzeitig erlaubt sie jedoch das Wiederaustreten des Wasserdampfs. Hardshelljacken sind meist noch zusätzlich mit Ventilationsöffnungen ausgestattet, die beispielsweise als Reißverschluss-Öffnungen unter den Armen für zusätzliche Belüftung sorgen.

Je nach Hersteller sind die Regenjacken unterschiedlich robust bis leicht. Wer sich häufig auf schwere Bergtouren begibt, dessen Jacke sollte ebenfalls dementsprechend robust ausgestattet sein. Hardstelljacken sind weitaus teurer als Softshelljacken, da sie häufig für extreme Bedingungen geschaffen wurden. So liegt der Preis einer Bec de Rosses Signature Jacke bei 730 Euro, wobei es sich hierbei um ein wahres Highend-Produkt handelt und nur für die anspruchsvollsten Bergtouren entwickelt wurde. Sie wurde aus strapazierfähigem dreilagigem Gore-Text PRO Material gefertigt und bietet mit ihren voll verschweißen Nähten eine hervorragende Passform. Wer allerdings nicht professionell in den Bergen unterwegs ist, dem erweist auch eine Hardshelljacke von Mammut bereits gute Dienste – und sie kostet um einige hundert Euro weniger.

Nicht vergessen: Outdoor-Ausrüstung

Neben der passenden Bekleidung ist natürlich auch das richtige Equipment notwendig. Für kurze Touren eignen sich schon günstige Bauchtaschen von North Face oder Aevor. Wer jedoch längere Bergtouren plant, sollte eher auf einen Rucksack setzen. Wanderrucksäcke von Mammut oder Osprey sind bereits ab hundert Euro erhältlich und lassen beim Wandern keine Wünsche offen. Mit einem zusätzlichen Paar Trekking-Stöcke, einer Trinkflasche und möglicherweise einer kleinen Jause für zwischendurch kann die Tour beginnen.

Da die Auswahl von Rucksäcken und Trekking-Stöcke relativ vielfältig ist, sollten sich Wanderer im Vorfeld über ihre eigenen Wünsche im Klaren sein und sich fragen, was sie wirklich für die Bergtour benötigen. Auch Kaufberatung und Tests zu den jeweiligen Themen können in diesem Fall hilfreich sein.

Komplett ist die Wanderbekleidung erst mit weiteren Accessoires und kleinen Helfern. Künftige Wanderer sollten gerade im Sommer nicht auf eine passende Kopfbedeckung vergessen. Diese ist leicht erschwinglich und kann, je nach Marke und Hersteller, grundsätzlich bereits um ein paar Euro erworben werden. Gerade im Sommer unterschätzen viele Wanderer gerne die Kraft der Sonne. Wer also einen Sonnenbrand oder Sonnenstich vermeiden will, sollte niemals auf Kopfbedeckung vergessen. Aber auch im Winter sollte eine warme Mütze oder ein Stirnband nicht fehlen, um den niedrigen Temperaturen zu trotzen. Da hoch in den Bergen die Luft um einiges kühler ist und häufig frischer Wind weht, sind Kopfschmerzen ohne passende Kopfbedeckung schnell vorprogrammiert.

Genauso unverzichtbar wie eine funktionelle Bekleidung ist außerdem eine Sonnenbrille, um die Augen vor der schädlichen UV-Strahlung zu schützen. Meistens ist eine Brille der Kategorie zwei oder drei ausreichend. Wer allerdings höher und bei Eis und Schnee unterwegs ist, sollte bei Bedarf zu einer Sonnenbrille der Kategorie vier greifen. Auch hier können weitere Kaufberatungen weiterhelfen, um die perfekte Brille für die jeweiligen Verhältnisse zu finden.

An kalten Tagen sind zusätzlich winddichte Softshellhandschuhe sowie leichte Fleecehandschuhe von Vorteil. Billige Varianten dazu gibt es bereits ab 20 bis 30 Euro. Viele Handschuhe für den Outdoor-Bereich sind bereits touchscreenfähig – so fällt das permanente Ausziehen der Handschuhe ebenfalls weg.

Auch ein Schal oder Halstuch sollte auf der Wanderung nicht fehlen, da das Wetter nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter auf den Bergen schnell umschlagen kann. Sollte es einmal später werden und die Nacht hereinbrechen, kann auch eine Stirnlampe mehr Sicherheit bieten.

Optimale Funktionalität durch das Zusammenspiel der Wanderbekleidung

Ob Soft- oder Hardshelljacke, Wanderhose oder passendes Equipment – Wanderbekleidung sollte immer aufeinander abgestimmt sein und wie ein Team zusammenspielen. Besonders Menschen, die häufig in den Bergen unterwegs sind, sollten ihre Outdoor-Ausrüstung perfekt abstimmen und etwaige Schwachstellen vermeiden. Denn was helfen die besten Schuhe, wenn die Socken nicht passen oder eine atmungsaktive Regenjacke, wenn die Funktionsunterwäsche keine Feuchtigkeit entweichen lässt.

Eine gute Wanderausrüstung ist zwar nicht gerade billig, allerdings für sichere Touren im Berg unbedingt notwendig. Jedoch erfüllt bereits Outdoor-Bekleidung in der mittleren Preisklasse gute Zwecke und eignet sich demnach hervorragend für angehende und gelegentliche Wanderer.