Ratgeber Müde Augen und Kopfschmerzen? Ein kostenloser Sehtest beim Optiker bringt Klarheit

Die Sehkraft unserer Augen nimmt mit dem Alter ab. Das ist völlig normal und grundsätzlich auch unbedenklich.

Müde Augen und Kopfschmerzen? Ein kostenloser Sehtest
Foto: Unsplash.com/David Travis

Nicht immer lassen sich die Symptome des Augen-Alterungsprozesses aber richtig deuten, denn neben verschwommenen oder unscharfen Bildern können auch müde und trockene Augen oder Kopfschmerzen auftreten. Ein kostenloser Sehtest beim Optiker hilft, die Ursache schnell ausfindig zu machen. Gleichzeitig kann die Fachkraft im Optikergeschäft Ihnen die passende Sehhilfe anbieten.

Bitte beachten Sie, dass bei starken Kopf- oder Augenschmerzen, Einschränkung des Sichtfeldes, Doppelbildern, Lichtblitzen oder plötzlichem Verlust der Sehkraft unbedingt sofort eine ärztliche Abklärung erfolgen muss. Hinter den genannten Symptomen kann sich eine ernste Erkrankung verbergen.

Wann Sie einen kostenlosen Sehtest im Optikfachgeschäft machen sollten

Wenn die Augen schlechter werden, bedeutet dies Einschränkungen im Alltag und im Beruf. Mit der richtigen Brille oder mit Kontaktlinsen kann schnell und unkompliziert Abhilfe geschaffen werden. Den Weg ins Augenoptik-Fachgeschäft sollten Sie wählen, wenn:

  • sich Ihre Fernsicht im Vergleich zu früher verschlechtert hat,
  • Sie nachts schlechter sehen (vor allem beim Autofahren),
  • Sie unter müden, brennenden oder gar tränenden Augen leiden und häufig Kopfschmerzen haben,
  • es Ihnen schwerfällt, Entfernungen richtig einzuschätzen,
  • Sie Kleingedrucktes dicht vor die Augen halten müssen, um es lesen zu können
  • oder die Augen dabei zusammenkneifen müssen.

Der kostenlose Sehtest: So läuft er ab

Zunächst vereinbaren Sie am besten einen Termin beim Optiker Ihrer Wahl, damit das Fachpersonal dort sich ausreichend Zeit für Sie nehmen kann. Sie besitzen bereits eine Sehhilfe? Dann vergessen Sie nicht, diese zur Untersuchung mitzubringen, damit Ihr/e Ansprechpartner:in sie vermessen und auf Aktualität prüfen kann. Auch Befunde aus Ihrer Augenarztpraxis dürfen Sie natürlich vorlegen.

Der dann folgende Sehtest lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen.

Abschnitt 1: die objektive Sehstärkenmessung

In Abschnitt 1 bleibt der/die Patient:in zunächst passiv, denn es wird eine vollautomatisierte Messung vorgenommen. Das hierbei verwendete Gerät heißt Autorefraktometer. Es handelt sich um einen sehr kurzen Test, bei dem Sie auf ein zunächst verschwommenes Bild blicken, das sich langsam scharfstellt. Während Sie in das Autorefraktometer sehen, misst das Gerät, wie stark Ihr Auge das einfallende Licht bricht. Diesen Brechwert benötigen die Optiker:innen als Basis für die weitere Sehstärkenbestimmung.

Abschnitt 2: die subjektive Messung der Sehkraft

Im zweiten Teil der Untersuchung sind Sie nun etwas mehr gefordert und müssen zunächst einige Fragen zu Vorerkrankungen, regelmäßig einzunehmenden Medikamenten und vergangenen Augenarztbesuchen beantworten.

Dann wird Sie das Fachpersonal auffordern, mithilfe von Messgläsern, die Sie vor Ihre Augen halten, Buchstaben oder Zahlen in verschiedenen Größen von den Probetafeln vorzulesen. Im Anschluss kann es sein, dass Sie noch einen kurzen Text mit normalem Leseabstand vorlesen müssen und dann haben Sie es auch schon geschafft.

Fazit

Ein kostenloser Sehtest beim Optiker bringt schnell Klarheit und hat den Vorteil, dass Sie sich gleich vor Ort zur passenden Sehhilfe beraten lassen können. Für die Untersuchung selbst sollten Sie etwa 30 Minuten einplanen.

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