Leitungswasser regelmäßig testen lassen Krankmachende Legionellen im Trinkwasser

Wir haben alle schon von Menschen gehört, die verunreinigtes Wasser trinken und krank werden. Vielen ist jedoch gar nicht bewusst, dass die Gefahr, in den eigenen vier Wänden an mit Keimen belastetem Wasser zu erkranken, nicht zu unterschätzen ist.

 Insbesondere Urlaubsrückkehrer sollten das Wasser lang genug laufen lassen, um eine Legionellen-Infektion zu vermeiden.

Insbesondere Urlaubsrückkehrer sollten das Wasser lang genug laufen lassen, um eine Legionellen-Infektion zu vermeiden.

Foto: Pixabay/kaboompics

Um sich keine Infektion mit Legionellen, Colibakterien oder anderen potenziell gefährlichen Bakterien einzufangen, ist es daher essenziell, das Leitungswasser regelmäßig testen zu lassen. Sowohl Menschen als auch Tiere brauchen Wasser, um zu überleben. Allerdings kann das Trinkwasser aus der Leitung auch krank machen, wenn es mit Keimen und Bakterien belastet ist. Um die Gefahr daran zu erkranken, zu minimieren, empfiehlt es sich, das Wasser regelmäßig auf Legionellen zu testen. Denn diese winzig kleinen Mikroorganismen vermehren sich bei einem Befall immens schnell.

Darum sind Legionellen lebensgefährlich

Die Legionärskrankheit wird durch die stäbchenförmigen Bakterien verursacht. Dieses Bakterium verursacht eine Lungenentzündung und kann im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Neben dem häufigen Pontiac-Fieber trifft ein Multiorganversagen zwar eher selten zu, dennoch sollte man dies nicht bedenkenlos hinnehmen.

Personen, die Legionellen ausgesetzt sind, können innerhalb von 10 Tagen Symptome entwickeln. Zu den Symptomen gehören Fieber, Husten, Brustschmerzen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Verwirrung und Kurzatmigkeit. Die Legionärskrankheit kann tödlich verlaufen. Wer vermutet, dass er mit Legionellen in Kontakt gekommen ist, sollte sich daher unverzüglich an seinen Hausarzt wenden.

Gut zu wissen ist, dass durch das Trinken von Leitungswasser in der Regel keine Ansteckung mit Legionellen möglich ist. Es sei denn, man verschluckt sich beim Trinken und das Wasser gelangt in die Lunge. Dafür lauert die Gefahr beim Duschen, sich mit Legionellen anzustecken. Durch das Einatmen des heißen Wasserdampfes haben die Legionellen ebenfalls die Möglichkeit, in die Lunge zu kommen, was schwerwiegende Folgen mit sich bringen kann.

Wasserqualität testen: Ein Wassertest kann Aufschluss geben

Wird die Trinkwasseranlage über einen mehrwöchigen Zeitraum nicht genutzt, können sich die Legionellen und andere unerwünschte Bakterien schnell ansiedeln und vermehren.
Die Gefahr lauert besonders dann, wenn man über mehrere Wochen nicht zu Hause ist. Darum ist es wichtig, nach der Urlaubsrückkehr das Wasser lang genug laufen zu lassen.

Um sicherzugehen, dass das Wasser nicht mit Legionellen belastet ist, empfiehlt es sich, es zu testen. Mittels einer Wasseranalyse lässt sich so auf einfachstem Wege die aktuelle Wasserqualität testen. Verbraucher bestellen sich hierfür einen Wassertest und entnehmen zu Hause eine Probe. Binnen kurzer Zeit prüft das Labor die Trinkwasserprobe auf unerwünschte Bakterien. Der leicht verständliche Prüfbericht hilft dabei, festzustellen, wie stark das Wasser mit Keimen belastet ist. So lassen sich Kontaminationen einfach nachweisen und gegebenenfalls schnell Gegenmaßnahmen treffen.

Eigentümer sind rechtlich zu einer Analyse verpflichtet

Wer glaubt, dass einen der mögliche Befall an Legionellen nichts angeht, liegt falsch. Rechtlich gesehen sind Eigentümer und Vermieter dazu verpflichtet, das Trinkwasser mindestens alle drei Jahre auf Legionellen untersuchen zu lassen. Der Mieter hat zudem das Recht auf eine gute Wasserqualität.

Relativ kostengünstig kommt man mit einem Wassertest weg, für den man selbst eine Probe entnehmen darf. Ein deutsches Trinkwasserlabor prüft diese anschließend nach Erhalt und sendet dem Probenentnehmer eine Auswertung. Sollte es im Fall der Fälle zu einer Anschuldigung seitens des Mieters kommen, ist man mit der Testauswertung auf der sicheren Seite.
Denn der Mieter hat ein Recht auf Schadenersatz, sollte es durch die Ansteckung von Legionellen zu einem Sterbefall kommen.

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