Auf Symptome achten Lebensgefahr? Wenn das Kind beim Planschen Wasser schluckt

Bonn · Zweites Ertrinken: Der Begriff ist etwa in sozialen Medien zu lesen - und kann Eltern, deren Kind beim Baden Wasser geschluckt hat, Angst machen. Ein Kinderintensivmediziner sagt, was dahintersteckt.

Faustregel für Eltern: Immer dann, wenn die Symptome nach dem Einatmen von Wasser schwerwiegender sind als beim Verschlucken eines Getränks, sollte ein Arzt oder eine Ärtzin konsultiert werden. (zu dpa: «Lebensgefahr? Wenn das Kind beim Planschen Wasser schluckt»)

Faustregel für Eltern: Immer dann, wenn die Symptome nach dem Einatmen von Wasser schwerwiegender sind als beim Verschlucken eines Getränks, sollte ein Arzt oder eine Ärtzin konsultiert werden. (zu dpa: «Lebensgefahr? Wenn das Kind beim Planschen Wasser schluckt»)

Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn/dpa

Keine Frage: Kleine Kinder sollte man beim Baden niemals aus den Augen lassen - selbst, wenn das Wasser flach ist. Sonst kann es schnell lebensgefährlich werden. Hat das Kind beim gemeinsamen Planschen aber mal eine kleine Menge Wasser geschluckt, müssen sich Eltern in der Regel keine Sorgen machen. Das sagt Till Dresbach, Oberarzt in der Neonatologie und Kinderintensivmedizin am Universitätsklinikum Bonn.

  1. Das Kind unverzüglich aus dem Wasser retten.
  2. Sofort einen Notarzt verständigen mit der Nummer 112. Idealerweise übernimmt das eine zweite Person.
  3. Wenn das Kind bewusstlos ist und man keine Atmung feststellen kann, sollte man sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen starten. Bei einem Kind am besten mit Mund-zu-Mund-Beatmung. Wichtig: Den Kopf nach hinten überstrecken, damit die Luft auch die Lungen erreicht.
  4. Bei allen Kindern sollten es fünf Beatmungen sein. Dabei die Nase des Kindes zuhalten, um ein Ausweichen der Luft zu verhindern. Wenn nach den fünf Beatmungen keine Lebenszeichen vorhanden sind, sollte mit der Herzdruckmassage begonnen werden.
  5. Wichtig: Wiederbelebungsmaßnahmen können lebensrettend sein. Sie können die Behandlung erheblich verbessern, so die Experten. Es sei ein großer Fehler aus Angst keine Maßnahmen zu ergreifen.

© dpa-infocom, dpa:240222-99-82083/2

(dpa)
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