1. Ratgeber
  2. Gesundheit & Ernährung

Kühlen, Cremen und Co.: Was gegen Verbrennungen hilft

Kühlen, Cremen und Co.: Was gegen Verbrennungen hilft

Berlin (dpa/tmn) - Das Bügeleisen falsch berührt oder beim Lagerfeuer nicht aufgepasst - schon hat sich der Unachtsame eine Brandwunde zugezogen. Ist sie nur punktuell, reicht kühles Wasser. Großflächige Wunden sollten dagegen vom Arzt behandelt werden.

Bei kleineren Verbrennungen etwa durch Funkenflug beim Grillen sind Hausmittel wie Mehl, Quark oder Zwiebeln die falsche Wahl. Sie machen die Beschwerden nur schlimmer. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) in Berlin hin. Kleinere Verbrennungen kühlen Betroffene demnach zunächst mit Leitungswasser, um den Schmerz zu lindern. Danach behandeln sie die Stelle mit einer infektionsverhütenden Salbe decken sie mit einer sauberen, möglichst sterilen Auflage ab.

Größere verbrannte Hautflächen werden aber besser nicht mit Wasser behandelt, da der Betroffene sonst auskühlt. Solche Verletzungen sind ein Fall für den Notarzt und sollten in spezialisierten Kliniken für Brandverletzte behandelt werden.

Damit es beim Grillen gar nicht erst zu Verletzungen kommt, rät die DGPRÄC, einen sicherheitsgeprüften Grill mit der DIN-Nummer 66077 zu verwenden und ihn kippsicher aufzustellen. Leicht entflammbare Materialien dürfen nicht in der Nähe sein. Zum Entzünden sollten Grillfans ausschließlich geprüfte feste oder flüssige Grillanzünder mit der DIN-Nummer 66358 benutzen.

Wer dagegen Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin zum Entzünden der Kohle verwendet, bringt sich und andere in Lebensgefahr. Nach Angaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) der öffentlichen Versicherer in Kiel sind diese Stoffe die Hauptursachen von Grillunfällen. Spiritusdampf sei deutlich schwerer als Luft und könne sich mit einem Durchmesser von bis zu drei Metern glockenförmig um den Grill sammeln. Verpufft der Dampf mit einer Stichflamme, können Umstehende schwere Brandverletzungen davontragen.

Für alle Fälle empfiehlt die DGPRÄC, eine Löschdecke, Sand oder einen Feuerlöscher in Reichweite des Grills aufzustellen.