Fußpflege: Mit gepflegten Füßen in die Sandalenzeit

Fußpflege : Fußpflege: Mit gepflegten Füßen in die Sandalenzeit

Sommer, Sonne, Barfußzeit – der Startschuss für die Sandalensaison ist gefallen. Doch nachdem die Füße den Winter über in dicken Socken und Boots versteckt und deshalb hinsichtlich der Pflege oft eher stiefmütterlich behandelt wurden, wird es vor dem ersten Auftritt ohne Socken Zeit, ihnen ein Verwöhnprogramm zuteilwerden zu lassen. Doch wie lassen sich Füße schonend von Hornhaut befreien – und was tun, wenn die Pflege durch Fehlstellungen und Krankheiten wie Nagelpilz oder Hallux valgus erschwert wird?

In erster Linie geht es bei der Fußpflege darum, die Hornhaut von den Füßen zu entfernen. Ein zehnminütiges Fußbad in angenehm warmem Wasser ist die beste Vorbereitung für die anschließende Pediküre. Nachdem die Haut eingeweicht ist, geht es ans Eingemachte – mit einem Bimsstein oder einer elektrischen Hornhautraspel kann die Hornhaut sanft abgerieben werden. Ein anschließendes Peeling sorgt für ein feineres Hautbild und kann, regelmäßig angewendet, sogar die Hornhautbildung verringern.

Es empfiehlt sich, die Füße nach dem Schrubben sorgsam einzucremen, um die Haut zu beruhigen. Wie bereits vergangenes Jahr berichtet, kann dabei getrost auch zu günstigeren Fußcremes gegriffen werden. Die Pflegeprodukte minimieren praktischerweise auch den lästigen Hornhautwuchs. Wer diese Prozedur regelmäßig durchführt, kommt gänzlich ohne Hornhaut durch den Sommer.

Wann lieber zur medizinischen Fußpflege?

Vorsichtig sein sollte man jedoch bei der Behandlung von Hornhaut, die sich an anderen Stellen als an der Fußsohle bildet. Die Fußfehlstellung Hallux valgus beispielsweise kann zu einer verstärkten Hornhautbildung am Großzeh führen, da sein Grundgelenk – je nach Ausprägung der Fehlstellung – sichtbar hervorsteht und an Socke und Schuh reibt. Da die Verhornung direkt über dem Gelenk sitzt, sollte sie besonders sanft oder im Rahmen einer medizinischen Fußpflege entfernt werden. Jedoch sollten Betroffene nicht zögern und sich zusätzlich mit sanften Hilfsmitteln wie Bandagen, Einlagen, Schienen oder Cremes Linderung verschaffen, wenn der Hallux valgus Schmerzen verursacht. Bleiben die Probleme dauerhaft bestehen, kommt man um einen Besuch beim Orthopäden nicht herum.

Was ist bei der Nagelpflege zu beachten?

Wer die Hautpflege beendet hat, kann mit der Nagelpflege beginnen. Am besten werden die Nägel mit einem Nagelknipser gekürzt und anschließend mit einer Glasfeile in Form gebracht. Doch Vorsicht: Die Kanten der Nägel sollten niemals zu sehr abgerundet werden, ansonsten drohen die Nägel einzuwachsen. Anschließend kann die Nageloberfläche noch mit einer Politurfeile auf Hochglanz gebracht werden. Vorsicht geboten ist bei diesem Schritt jedoch, wenn eine Nagelpilzinfektion vorliegt. In dem Fall sollte der betroffene Nagel nicht mit einer Feile bearbeitet werden, mit der auch die gesunden Nägel in Kontakt kommen.

Wer die Nägel anschließend lackieren möchte, sollte sie mit einem Nagelpflegeöl auf die Prozedur vorbereiten. Sobald das Öl eingezogen ist, kann der Nagellack aufgetragen werden. Für ein besonders haltbares Ergebnis können die Nägel zum Schluss noch mit einem Überlack versiegelt werden. So steht einem gelungenen Auftritt in Sandalen nichts mehr im Wege.

Bildrechte: Flickr Summer Piggies SurFeRGiRL30 CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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