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Vorsicht Dispofalle: Warum überzogene Konten schnell ausgeglichen

Ratgeber : Vorsicht Dispofalle: Warum überzogene Konten schnell ausgeglichen werden sollten

In einigen Fällen wird dringend Geld benötigt. Banken bieten es ihren Kunden an, sich dieses schnell und einfach über den Dispo zu besorgen. Wer hierbei nicht aufpasst, gerät jedoch in eine Dispofalle. Um dieser zu entgehen ist es hilfreich, einen Sofortkredit aufzunehmen.

Die Niedrigzinspolitik der EZB ermöglicht es aktuell, von günstigen Zinssätzen zu profitieren und Schulden gut abzuzahlen. Alternativ besteht die Möglichkeit, ein neues Girokonto zu wählen, bei dem die Vertragsbedingungen besser sind. Eine weitere Strategie besteht darin, ein Haushaltsbuch zur Kostenkontrolle zu führen. Je nachdem, wie die Dispofalle bezwungen werden soll, müssen die Einnahmen erhöht oder die Ausgaben gesenkt werden.

Was bedeutet Dispofalle?

Der Dispo ist eine Kreditform, die Banken ihren Kunden anbieten. Diese haben die Möglichkeit, ihr Konto bis zu einem bestimmten Limit zu überziehen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn unerwartete Ausgaben ins Haus stehen. Hierzu gehören beispielsweise der Kauf eines neuen Autos, der Ausfall einer Waschmaschine oder eine dringende ärztliche Behandlung, die getätigt werden muss. Da die Rückzahlungsmodalitäten bei einem Dispokredit äußerst flexibel sind und die Banken nicht genau wissen, wann sie ihr Geld zurückbekommen, sind die Zinsen für einen solchen Kredit hoch.

Kommt es nun dazu, dass die Geldeingänge auf dem Konto gerade ausreichen, um die laufenden Kosten zu bezahlen, kann der Dispokredit nicht ausgeglichen werden. Die Folge ist, dass sich immer mehr Zinsen und Zinseszinsen anhäufen, die erst recht nicht bezahlt werden können. Kontinuierlich steigen die Schulden an, bis sich ein riesiger Berg ergeben hat. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, ist es wichtig, den Dispo möglichst schnell auszugleichen.

Mit einem Sofortkredit aus der Dispofalle

Ein Sofortkredit ist eine probate Methode, um sich aus der Dispofalle zu befreien. Hier haben die Kreditnehmer die Möglichkeit, eine bestimmte Summe aufzunehmen, mit der sich der Dispo ausgleichen lässt. Die Kreditkonditionen und Zinssätze sind bei einem Sofortkredit deutlich besser als die beim Dispo. Deswegen fallen erheblich weniger Kosten an, sodass die Betroffenen in der Lage sind, ihre laufenden Kosten und die Kreditkosten zu bedienen.

Hierfür ist es aber erforderlich, den geeigneten Partner für einen Sofortkredit zu finden. Dieser muss seriös sein und das Geld möglichst schnell zur Verfügung stellen. Nur so lässt sich verhindern, dass sich immer mehr Schulden ansammeln. Interessierte sollten daher unbedingt einen Kreditvergleich durchführen, bei dem möglichst vielfältige Merkmale der Kredite einander gegenübergestellt werden. So sehen sie auf einen Blick, ob sich ein bestimmter Kredit eignet, um aus der Dispofalle herauszukommen.

Von günstigen Zinssätzen profitieren

Foto: Pixabay.com/mohamed_Hassan_CCO_Public_Domain

Aktuell ist es für Kreditnehmer so einfach wie noch nie möglich, ihren Dispo über einen Sofortkredit auszugleichen. Das liegt daran, dass Geld aktuell besonders günstig zu haben ist. Das ist unter anderem auf die Niedrigzinspolitik der EZB zurückzuführen. Diese hat das Ziel, die Eurozone zu stabilisieren und die Gemeinschaftswährung zu unterstützen. Im Idealfall sollen stark verschuldete Länder wie Italien oder Griechenland hierrüber in die Lage versetzt werden, ihre Haushalte zu sanieren. Doch auch für private Kreditnehmer bietet die Niedrigzinspolitik viele Vorteile.

Die Zinsen für einen Sofortkredit sind ausgesprochen gering, sodass kaum Kosten bei der Rückzahlung anfallen. Das ist bei einem Dispokredit, wo die Zinsen nach wie vor ausgesprochen hoch sind, deutlich anders. Dennoch gibt es auch bei Sofortkrediten unterschiedliche Konditionen und Zinssätze. Um von den optimalen Voraussetzungen profitieren zu können, ist es daher wichtig, die Zinssätze in den Blick zu nehmen und miteinander zu vergleichen.

Ein neues Girokonto wählen

Eine weitere Möglichkeit, um aus der Dispofalle zu kommen, ist ein Wechsel des Girokontos. Gelegentlich sind Kunden bei einer Bank, deren Zinssätze und Konditionen ungünstig sind. Durch einen Wechsel des Girokontos haben die Betroffenen die Möglichkeit, günstigere Zinssätze in Anspruch zu nehmen. Das hat beim Dispo beispielsweise die Folge, dass sich nicht so viele Schulden anhäufen und die Betroffenen bessere Möglichkeiten haben, um bestehenden finanzielle Verpflichtungen nachzukommen.

Auch hier ist es wiederum wichtig, einen genauen Vergleich durchzuführen. Bloß weil die Konditionen bei einem Girokonto bei einer bestimmten Bank besser sind, heißt das noch lange nicht, dass dieses Geldinstitut die richtige Wahl ist. Es müssen alle Faktoren passen, damit diese Strategie zur Überwindung der Dispofalle geeignet ist. Somit ist es auch hier unverzichtbar, möglichst viele Banken in den Blick zu nehmen und mehr als nur einen Faktor beim Vergleich zu berücksichtigen.

Ein Haushaltsbuch hilft bei der Kostenkontrolle

Ein erster Schritt aus der Dispofalle besteht darin, ein Haushaltsbuch anzulegen. Hierin können sämtliche Einnahmen und Ausgaben aufgelistet werden. Somit sehen Betroffene schnell, welche Ausgaben notwendig und an welcher Stelle eventuell Einsparungen möglich sind. Je genauer die Betroffenen wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben, desto besser können sie damit haushalten.

Ein Haushaltsbuch ist jedoch immer eine langfristige Strategie. Wer sich nur einen bestimmten Monat anschaut, bekommt noch kein umfassendes Bild davon, wie man mit den eigenen Finanzen umgeht. Hierfür ist ein mehrmonatiger Vergleich wichtig, am besten wird sogar ein ganzes Jahr in den Blick genommen. Um kurzfristig aus der Dispofalle zu kommen, müssen daher auch noch andere Strategien gewählt werden, weswegen sich viele für einen Sofortkredit entscheiden.

Einnahmen steigern oder Ausgaben senken

Ganz grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um aus der Dispofalle zu kommen. Die eine besteht darin, die Einnahmen zu erhöhen. Das würde beispielsweise bedeuten, einen zusätzlichen Job anzunehmen oder Dinge aus dem Privathaushalt zu verkaufen. Alternativ kann darauf gesetzt werden, die Ausgaben zu reduzieren. Das ist allerdings immer mit einer Einschränkung der Lebensqualität verbunden und nur in gewissen Grenzen möglich. Wer nur für notwendige Dinge wie Strom, Lebensmittel und Miete Geld ausgibt, kann keine Einsparungen vornehmen. Deswegen müssen die persönlichen Möglichkeiten zur Begleichung der Kreditschulden objektiv eingeschätzt werden. Sollte sich hieraus ergeben, dass die Dispofalle langfristig nicht aus eigener Kraft überwunden werden kann, hilft nur noch der Griff zum Sofort- oder Ratenkredit.