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Versicherungen: Das müssen Jugendliche über sie wissen

Absicherung : Versicherungen: Das müssen Jugendliche über sie wissen

Mit dem 18. Lebensjahr sind junge Leute volljährig – das bringt viele Freiheiten, aber auch Eigenverantwortung mit sich. Das gilt ganz besonders für Versicherungen, bei denen viel zu beachten ist.

Die Krankenversicherung – beitragsfrei bis zum 25. Lebensjahr

Wer noch zur Schule geht, studiert oder ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, ist nach dem 18. Geburtstag häufig noch in der Familienversicherung mitversichert.

Allerdings gelten für Volljährige diverse Voraussetzungen: Die verheirateten Eltern müssen beide gesetzlich krankenversichert sein. Alternativ bleibt der Nachwuchs auch dann krankenversichert, wenn ein gesetzlich versicherter Elternteil mehr verdient als der andere, wenn dieser privat versichert ist.

Dabei darf der Nachwuchs nicht mehr als derzeit 470 Euro pro Monat verdienen, bei Minijobs sind es 450 Euro. Werden diese Einkommensgrenzen überschritten, müssen die jungen Erwachsenen sich selbst freiwillig krankenversichern.

Bei privat krankenversicherten Kindern ändert sich ab dem 18. Geburtstag erstmal nichts, sie sind zunächst mit einem eigenen Vertrag weiter versichert. Wenn sie eine Ausbildung oder ein Studium beginnen, können sie sich für oder gegen einen Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung entscheiden.

Steht ein längerer Auslandsaufenthalt an, muss eine spezielle Auslands-Reisekrankenversicherung abgeschlossen werden. Der Grund: Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gelten nur in Deutschland uneingeschränkt.

Die Haftpflichtversicherung – die wichtigste Police von allen

Wer jemand einem anderen Schaden zufügt – zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall – haftet er dafür in unbegrenzter Höhe, ein Leben lang.

Aus diesem Grund ist die private Haftpflichtversicherung so wichtig. Um sie müssen sich junge Erwachsene selbst kümmern. Wer 18 Jahre alt und ledig ist, ist in der Regel noch über den Familientarif der Eltern geschützt. Das gilt auch dann, wenn das Kind nicht mehr bei seinen Eltern wohnt. Einige Policen schützen den Nachwuchs sogar bei Auslandsaufenthalten.

Der Familientarif erlischt spätestens dann, wenn der Nachwuchs die erste Ausbildung absolviert hat. Ab diesem Zeitpunkt müssen sich junge Erwachsene selbst haftpflichtversichern.

Die Hausratversicherung – Schutz fürs Fahrrad und den Laptop

Wer ab 18 noch bei den Eltern, in einer Wohngemeinschaft oder in einem Wohnheim lebt, genießt oft noch den Versicherungsschutz des Haushalts-Familientarifs. Im Zweifelsfall ist es ratsam, ins Kleingedruckte des Versicherungsscheins zu schauen, ob das auch wirklich der Fall ist.

Wenn Jugendliche aus dem elterlichen Heim ausziehen, ist der Abschluss einer Hausratversicherung empfehlenswert – ganz besonders dann, wenn sie bereits wertvolle Güter besitzen. Dazu gehören Notebooks, Fahrräder oder teures Mobiliar.

Oft wird auch eine besondere Handyversicherung in Betracht gezogen. Allerdings haben diese Policen oft zahlreiche Haftungsausschlüsse, weshalb auch hier der Blick ins Kleingedruckte wichtig ist.

Praktisch – Versicherungen per App verwalten

Leitz-Ordner war gestern – für die digitalaffinen jungen Leute von heute bieten Versicherungen und Finanzdienstleister zahlreiche Apps an, die einen schnellen Online-Zugriff auf die Policen erlauben. Außerdem besitzen die Applikationen nützliche Servicefunktionen: So liefert die App des Versicherungsmaklers Clark regelmäßig Optimierungsvorschläge, damit Nutzerinnen und Nutzer stets in den Genuss der günstigsten Tarife kommen.

Mit der App der Ergo Direkt AG lassen sich Rechnungen und Schadensmeldungen online einreichen, und mit der „mytecis“-App der tecis Finanzdienstleistungen AG werden Versicherungsverträge in einem digitalen Dokumenten-Archiv archiviert und verwaltet. Das funktioniert auch mit Policen, die nicht über tecis abgeschlossen wurden.

Darüber hinaus kann die tecis-App noch mehr: Sie ermöglicht den Zugriff auf das eigene Online-Depot und bündelt alle genutzten Bankkonten auf dem Smartphone.