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Ratenkredite steigen seit Quartalsbeginn

Zinslast : Ratenkredite steigen seit Quartalsbeginn

Das Zinstief hat vorerst ein Ende: Möchte sich jemand etwa ein Auto per Ratenzahlung finanzieren, sollte er schnell sein. Eine Analyse zeigt: Schon bald könnten die Zinsen für Kredite weiter steigen.

Wer einen Kredit abschließen möchte, sollte die steigenden Ratenkredite im Auge behalten. Wie das Vergleichsportal Verivox verdeutlicht, sind diese im Durchschnitt um zwölf Prozent seit Quartalsbeginn teurer geworden - Tendenz steigend.

Grundlage der Prognose stellt eine umfassende Auswertung von mehr als 100.000 Kreditangeboten dar. Teilweise sind laut Verivox günstige Kredite gar um 15 Prozent im Preis gestiegen. Ein Rechenbeispiel des Vergleichsportals soll die Entwicklung verdeutlichen: Lag der Durchschnittszins zum Quartalsbeginn bei 5,08 Prozent, liegt er sechs Wochen später bei 5,68 Prozent Zinsen.

Finanzierung zeitnah angehen

Die Zinssteigerung der Ratenkredite ist nach Einschätzung der Fachleute ungewöhnlich und dürfte in den nächsten Wochen noch weiter anhalten. Einige Banken hätten ihre Zinsen sogar mehrfach nach oben korrigiert. Beworbene Einstiegszinsen blieben seither nur wohlhabenden Kreditnehmern vorbehalten.

Der Ratschlag im Vergleichsportal lautet daher: Kunden und Kundinnen, die eine größere Anschaffung planen, sollten die Finanzierung zeitnah angehen. Denn auch wenn sie das Geld erst in ein paar Wochen benötigen, könnten sie sich den niedrigeren Zinssatz für den Ratenkredit schon jetzt sichern.

Dazu sei in der Regel ein Spielraum von vier bis sechs Wochen - in Ausnahmen auch bis zu drei Monaten - möglich, so Verivox. Vorab sollten Kreditnehmer aber etwas Zeit investieren und Angebote vergleichen, um nicht unnötig Geld zu verschwenden.

© dpa-infocom, dpa:220520-99-366525/3

(dpa)