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Pfando – die Alternative zum traditionellen Pfandleihgeschäft

Geld : Pfando – die Alternative zum traditionellen Pfandleihgeschäft

Wenn jemand finanziell in der Klemme steckt und von der Bank aufgrund seiner negativen finanziellen Historie kein Geld bekommt, werden die Alternativen knapp. Oft ist der Pfandleiher die letzte Möglichkeit, an Bargeld zu kommen, um die so dringenden Rechnungen zu begleichen. Wichtig dabei ist, dass der Kunde einen Wertgegenstand besitzt, den er als Sicherheit hinterlegen kann. Der Kunde gibt das Pfand dem Pfandleiher und bekommt direkt Bargeld dafür. Als Pfand kann vieles dienen, beispielsweise ein hochwertiges Musikinstrument, Schmuck, Elektronik, Uhren oder auch ein Auto.

Die Krux und was Pfando dagegen tut

Die Krux bei einem Pfandleiher liegt auf der Hand. Das Pfand bleibt dort, bis der Kunde es wieder auslösen kann. Ansonsten verwertet es der Pfandleiher als Sicherheit. Bei einem Auto kann das zu Schwierigkeiten führen. Für viele ist das Fahrzeug essenziell. Sie brauchen es, um zur Arbeit zu kommen. Oder sie arbeiten mit dem Auto, beispielsweise als Lieferant, Handwerker oder Taxifahrer, und verdienen sich so mit ihrem Auto ihren Lebensunterhalt. Wenn sie dann ihr Auto bei einem Pfandleiher zurücklassen müssen, verlieren sie ihre Existenzgrundlage. Die Situation verschlimmert sich.

Pfando hat sich hierzu vor zehn Jahren etwas einfallen lassen: das Sale-and-rent-back-Prinzip. Dabei verkauft der Kunde sein Auto an Pfando, bekommt sofort Bargeld und mietet es gegen ein monatliches Entgelt zurück. Zu den Kunden gehören Privatpersonen und auch Unternehmen, die kurzfristig Liquidität brauchen. Pfando löst ein großes Problem für seine Kunden und kann mit gutem Service auf mehrheitlich positive Erfahrungen seiner Kunden schauen.

 Als Fahrzeug können die Kunden natürlich nicht nur ihr Auto beleihen. Sie können auch einen Old- oder Youngtimer ins Pfandleihhaus bringen, ein Motorrad, einen Transporter oder Traktor.
Als Fahrzeug können die Kunden natürlich nicht nur ihr Auto beleihen. Sie können auch einen Old- oder Youngtimer ins Pfandleihhaus bringen, ein Motorrad, einen Transporter oder Traktor. Foto: Pixabay © blende12 (CC0 Public Domain)

Pfandleihe und Diskretion als Grundvoraussetzung

Für die Kunden ist es wichtig, dass der Pfandleiher diskret arbeitet. Es gibt weder aufwendige Bonitätsprüfungen noch Fragen zur Einkommenssituation. Einzig das Pfand und dessen Bewertung sind im Mittelpunkt des Interesses. Der Kunde und der Pfandleiher schließen einen Pfandleihvertrag ab. Darin sind die Modalitäten des Darlehens festgelegt: Laufzeit und Kredithöhe. Wenn der Pfandgeber bis zum Ablauf der vereinbarten Laufzeit das Geld aufbringt und den Kredit zurückzahlt, erhält er sein Pfand zurück. Wenn er das nicht kann, verfügt der Pfandleiher über das Pfand, um sich gegen das finanzielle Risiko abzusichern. Er hat das Recht, den Gegenstand zu verwerten, um seinen finanziellen Verlust wettzumachen. Auch das Pfando-Geschäftsmodell basiert letztlich auf Sicherheiten, die einen eventuellen Verlust abdecken. Die ausführliche und diskrete Beratung erfolgt telefonisch und vor Ort in einer der Geschäftsstellen. Ein Vertragsabschluss wird ausschließlich in der Filiale nach einer mindestens 60 minütigen Beratung erfolgen.

Wie alles begann

Im November 2010 nahm die Erfolgsgeschichte von Pfando ihren Anfang in Berlin. Seitdem ist das Unternehmen organisch gewachsen und deutschlandweit an über 25 Standorten präsent. Digitalisierung war von Beginn an ein wichtiges Thema. Deshalb optimiert das Unternehmen seit mehr als neun Jahren die Digitalisierungsprozesse. Zudem hat das Unternehmen ein eigenes CRM-System, mit dessen Hilfe sich alle Prozesse an den verschiedenen Standorten zentralisiert steuern lassen. Pfando hat eine klassische Filialstruktur, die in moderner digitaler Effizienz zusammenarbeitet.

Geschulte Mitarbeiter und eine professionelle Beratung – das Kapital von Pfando

Damit das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens funktionieren kann, nämlich, dass die Kunden innerhalb von 60 Minuten Bargeld erhalten und ihr Fahrzeug weiterhin nutzen können, sind besonders geschulte Mitarbeiter an allen Standorten notwendig. Da Kundennähe ein wichtiges Thema ist, strebt das Unternehmen einen Ausbau seiner Filialstruktur an. Dafür sind weitere Mitarbeiter und intensive Schulungen notwendig. Von seinen Arbeitnehmern bekommt Pfando regelmäßig Bewertungen auf einschlägigen Portalen, die größtenteils sehr positiv ausfallen. Das Unternehmen fördert seine Mitarbeiter und entwickelt ihre Fähigkeiten stets weiter. Damit ist gewährleistet, dass die Berater jederzeit den aktuellen Marktanforderungen gerecht werden.

Warum raten Anwälte ihren Kunden, gegen Pfando vorzugehen?

Es gibt einige Anwälte, die das Sale-and-rent-back-Modell von Pfando als nicht rechtskonform kritisieren. Sie raten Kunden des Unternehmens, juristische Schritte einzuleiten. Allerdings können sie nichts Konkretes zur Situation des Kunden sagen. Die Mehrheit der Richter billigt das Geschäftskonzept von Pfando grundsätzlich. Klienten, die sich tatsächlich auf eine Klage einlassen, gehen das Risiko ein viel Geld zu verlieren, weil sie am Ende die Anwaltskosten selbst tragen müssen. Der Verdacht ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass hier findige Anwälte ein Geschäft wittern und ihre Eigeninteressen im Vordergrund stehen.

Die Verträge von Pfando

Pfando gestaltet die Sale-and-rent-back-Verträge mit seinen Kunden rechtskonform. In der Vergangenheit gab es einige Punkte, die zu beanstanden waren und die von Gerichten zu Recht kritisiert wurden. Doch hier hat Pfando sofort reagiert und die Verträge entsprechend angepasst. Die kritisierten Vertragsklauseln hat Pfando überarbeitet. Sie entsprechen der aktuellen Rechtsprechung.

 Die Gerichte sprechen sich mehrheitlich für das Geschäftskonzept von Pfando aus. Sie kritisieren lediglich die Vertragsgestaltung in einigen Fällen.
Die Gerichte sprechen sich mehrheitlich für das Geschäftskonzept von Pfando aus. Sie kritisieren lediglich die Vertragsgestaltung in einigen Fällen. Foto: Pixabay © succo (CC0 Public Domain)

Eine Richterin spricht sich gegen Pfando aus – unter bestimmten Bedingungen

Am Gericht in Frankfurt hat sich eine Richterin gegen das Unternehmensprinzip von Pfando ausgesprochen, wenn bestimmte Bedingungen vorliegen. Sie kritisiert beispielsweise, die Leihgebühren für das Fahrzeug. Doch grundsätzlich ist das Geschäftsmodell legitim. Die Gebühren sollten einen bestimmten Wert nicht übersteigen. Sie und viele weitere Kritiker sehen das Konzept als solches positiv. Kritik wurde in der Vergangenheit ausschließlich an der Ausgestaltung der Verträge geübt.

Tipp: Verbraucher, die dringend Liquidität benötigen, sollten sich immer sehr genau informieren und die Vor- sowie Nachteile des jeweiligen Vertrages abwägen. Wenn es in die persönliche Situation passt, ist Pfando eventuell der letzte Anker vor der Insolvenz.