Immobilie als Altersvorsorge: Pro und Contra Eigentumswohnung

Altersvorsorge : Immobilie als Altersvorsorge: Pro und Contra Eigentumswohnung

Eine Immobilie als private Altersvorsorge – in Niedrigzinszeiten spielen viele Menschen mit dem Gedanken, eine Eigentumswohnung zu erwerben. Welche Gründe sprechen für den Wechsel vom Mieter zum Eigentümer – und welche dagegen?

Was für eine Eigentumswohnung spricht

Eine Eigentumswohnung ist für alle interessant, die gewisse finanzielle Mittel zur Verfügung haben: Das Eigenkapital zur Finanzierung einer selbst genutzten Wohnimmobilie sollte mindestens 20 Prozent betragen. Käufer können dann bei der langjährigen Immobilienfinanzierung per Darlehen von den zurzeit niedrigen Zinsen profitieren. Im Alter haben sie den Vorteil, dass sie keine Miete zahlen müssen – und gegebenenfalls die Immobilie wieder verkaufen können.

Die Eigentumswohnung als Altersvorsorge bietet sich zudem an, wenn andere Formen der Anlage nicht infrage kommen, etwa aus Scheu vor dem Erwerb von Aktien. Da sich die Finanzierung in der Regel über Jahrzehnte erstreckt, bleibt dann aber kaum finanzieller Spielraum für weitere Vorsorgemaßnahmen.

Neue Verpflichtungen als Wohnungseigentümer

Die Verwandlung vom Mieter zum Besitzer einer Eigentumswohnung bringt Veränderungen mit sich: Ein Eigentümer muss zum Beispiel monatlich Hausgeld bezahlen. Es handelt sich um eine Rücklage für Reparaturen am Gemeinschaftseigentum der Immobilie, in der sich die Wohnung befindet.

Eigentümer werden zudem zwangsläufig Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), die es für jedes Objekt mit Eigentumswohnungen gibt. Wohnungseigentümergemeinschaften nehmen an Eigentümerversammlungen teil und bestimmen einen Verwalter. Bei der WEG-Verwaltung haben sie die Wahl: Sie können einen externen Dienstleister beauftragen oder die Immobilie in Eigenverwaltung managen.

Foto: Unsplash, 214340, Toa Heftiba

Zu Miete wohnen: Die Vorteile

Wer aus beruflichen oder persönlichen Gründen flexibel sein muss und öfter den Wohnort wechselt, für den ist eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung natürlich nicht sinnvoll. Gleiches gilt für Menschen, die sich davor scheuen, langfristige finanzielle Verpflichtungen wie eine Immobilienfinanzierung einzugehen.

Hinzu kommt: In Metropolen wie Berlin und München ist das Wohnen zur Miete für die meisten eh alternativlos, da Eigentumswohnungen in Ballungsgebieten sehr teuer sind.

Alternative zur Eigentumswohnung: Geldanlage am Aktienmarkt

Kommt eine Eigentumswohnung als Altersvorsorge nicht infrage, muss eine Alternative her. Aufgrund der niedrigen Zinsen empfiehlt sich die Geldanlage in Aktien und Fonds. Wer diversifiziert und langfristig in verschiedene Vermögenswerte investiert, kann bis zum Rentenalter ein ansehnliches Finanzpolster ansparen.

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