Ratgeber Geldanlage, Börsenhandel und Kryptowährungen – wie gelingt der Einstieg in diesen komplexen Themenbereich?

Investieren und Geld anlegen sind inzwischen zu einer Art Volkssport geworden. Zum einen, weil für die eigene Altersvorsorge dazu geraten wird, zum anderen, um den Wertverlust durch die Inflation zu verhindern.

Geldanlage, Börsenhandel und Kryptowährungen
Foto: pexels.com/Burak The Weekender

Diese Gruppe von Investoren wird Kleinanleger genannt. Das Problem ist, dass die Finanzmärkte dermaßen komplex sind und es so viele verschiedene Anlageprodukte gibt, dass private Anleger, die in der Freizeit investieren, sich gar nicht mit allen Punkten auskennen können. Wie Einsteiger dennoch sicher durch die undurchsichtige Welt der Anlagefinanzen navigieren, beleuchtet dieser Beitrag.

Zugang zur Börse und Anlageprodukten – so einfach wie noch nie

Der Zugang zu Anlagemöglichkeiten oder gar der Börse war lange Zeit den Großinvestoren vorbehalten. Fonds und Anlageberater bei Banken haben diese Optionen langsam auch den Kleinanlegern geöffnet. Doch auch hier sind die Gebühren und Transaktionskosten im Vergleich zum Handelsvolumen vergleichsweise hoch. Die Definition eines Kleinanlegers ist eine private Person, die kleinere Beträge am Kapitalmarkt anlegt. Hier geht es also meist um niedrige vierstellige Beträge sowie einen langsamen Aufbau des Portfolios über mehrere Jahre.

Was für Kleinanleger wirklich interessant ist, sind die sogenannten Neobroker. Dies sind moderne Dienstleister, die mit einer App oder einem Webportal Nutzern den Zugang zur Börse, dem Handel mit Kryptowährungen und anderen Finanzprodukten ermöglichen. Durch die rein digitale Infrastruktur sind diese Neobroker deutlich günstiger, vor allem, was die Grundgebühren anbelangt. Bei einem Test der Neobroker haben sich die meisten Plattformen bewährt und vor allem der günstige Zugang zur Börse und anderen Finanzprodukten sticht positiv hervor.

Wissen rund ums Trading – auch hier hilft das Internet

Um informierte und sinnvolle Investitionen zu tätigen, sind ein gewisses Fachwissen sowie aktuelle Daten erforderlich. Das gilt besonders dann, wenn Neobroker zum Einsatz kommen, da hier eine Beratungsleistung fehlt und Anleger vollständig eigenverantwortlich handeln.

Wer nicht oder nicht ausschließlich in Tagesgeld investieren möchte, sondern auch mit Aktien, ETFs, Fonds oder Kryptowährungen handeln will, benötigt auf jeden Fall Grundwissen, um zu verstehen, was es hier zu beachten gibt. Hilfreich sind Online-Plattformen, auf denen erklärt wird, was es beim Trading zu beachten gibt, und die Hintergrundwissen bereitstellen.

Das Stock Picking für Kleinanleger ist beispielsweise ein sehr wichtiger Punkt. Wer einen Neubroker einsetzt und nur kleinere Beträge anlegt, muss genau entscheiden, in welche Aktien er investiert. So empfiehlt sich der Einsatz eines Trading-Demokontos. Mit solchen Tools wird der Handel mit Aktien und anderen Finanzprodukten simuliert, wobei die Daten aus der echten Welt stammen. Dies empfiehlt sich für Anfänger, um Auswirkungen zu testen und die eigene Strategie zu finden.

Bei einem Vergleich von Wertpapierdepots zeigt sich, dass informierte Kleinanleger durchaus hohe Renditen erwirtschaften können. Besonders lukrativ ist der Einsatz von Neobrokern, da die Kosten hier nur einen geringen Faktor darstellen. Mit den richtigen Tipps und Tools ist es dann auch möglich, als branchenfremder Kleinanleger nebenbei ein ertragreiches Portfolio aufzubauen.

Gefahren am Aktienmarkt und bei anderen Anlageprodukten

Die Finanzwelt ist reizvoll und verführt einige Kleinanleger zum Spekulieren. Das hat teilweise extreme Konsequenzen, über die sich Anleger mitunter gar nicht bewusst sind. Ein gutes Beispiel hierfür sind die sogenannten Hebel, die in der Praxis schon einige Investoren ruiniert haben. Bei den Hebeln handelt es sich um Derivate auf Basiswerte, also keine klassische Anlage. Hohe und schnelle Renditen locken Anleger an. Geht die Wette auf die Kursentwicklung jedoch nicht auf, ist eventuell nicht nur das komplette Kapital verloren, sondern es bleibt sogar noch ein enormer Schuldenberg.

Aus diesem Grund fordert die EU-Kommission mehr Transparenz für Kleinanleger, besonders was den Zugang zu leicht verständlichen Informationen über Geldanlageprodukte betrifft. Sind vor allem die Risiken bei bestimmten Anlageprodukten auf den ersten Blick ersichtlich, können auch Kleinanleger besser einschätzen, ob sie die Investition wagen. Dies ist ein wichtiges Puzzlestück auf dem Weg zu sicheren und gewinnbringenden Anlagestrategien für Kleinanleger.

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