1. Ratgeber
  2. Geld & Recht

Finanzen im Griff: Fünf Tipps für mehr Durchblick

Einsparmöglichkeiten : Finanzen im Griff: Fünf Tipps für mehr Durchblick

Wer seine Finanzen im Blick behält, lebt entspannter. Obwohl die Mehrheit der Menschen dieser Aussage zustimmt, fällt der klare Blick auf die eigenen Finanzen oft schwer. Mit diesen fünf Tipps gehören Geldsorgen im Alltag der Vergangenheit an.

Jeder Haushalt und jeder Mensch individuell hat bei den Finanzen Schwachstellen, an denen sich effektiv arbeiten lässt. Die Bundeszentrale für politische Bildung betrachtet in einer umfassenden Studie die konkreten Lebensbedingungen in Deutschland. Diese Untersuchung zeigt, dass der größte Teil der monatlichen Konsumausgaben mit durchschnittlich 35 Prozent auf den Bereich Wohnen, Energie sowie Wohnungsinstandhaltung entfällt. Als nächster großer Ausgabenbereich folgen Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 13,8 Prozent. Unsere Tipps helfen, persönliche Einsparmöglichkeiten zu entdecken.

Tipp 1: Wohnen

Was braucht ein Mensch für sein Glück? Während für den einen Menschen eine schlichte Wohnung das größte Glück ist, braucht der andere einen Garten für sein Wohlbefinden. Wer gerade am Beginn seines beruflichen Lebens steht, sollte eher auf kleinem Fuß leben. Denn wer jetzt spart, kann zu einem späteren Zeitpunkt auf eigenes Vermögen zurückgreifen, um sich sein Zuhause schön zu machen. Wohnen in einer Wohngemeinschaft spart nicht nur Geld, sondern übt gleichzeitig, Kompromisse zu schließen sowie in kritischen Situationen lösungsorientiert zu kommunizieren. Für spätere Beziehungen ist es viel wert, wenn es gelingt, angesichts von Abwaschbergen und fremden Haaren im Abfluss ruhig zu bleiben. Ist die Wohngemeinschaft keine reine Zweckgemeinschaft, fängt sie junge Menschen zusätzlich sozial und emotional auf. Auch später sollte gut überlegt werden, in welchem Bereich Kompromisse beim Wohnen persönlich in Ordnung sind. Stören weitere Wege nicht, spart weniger zentrales Wohnen bares Geld beim Wohnen. Bleibt der Balkon eher ein Anhängsel und wird kaum genutzt, zeigt sich der Verzicht auf ihn in einer günstigeren Miete. Wer bereits im Eigenheim lebt, sollte größere Ausgaben langfristig planen und durch einen Sparplan vorbereiten. Einen klassischen Kredit auf Raten zu nutzen, ist bei dringenden Anschaffungen oder Reparaturen manchmal unvermeidbar. Portale wie smava vergleichen unterschiedliche Anbieter und schenken so eine Übersicht über verschiedene Angebote.

Tipp 2: Nebenkosten kontrollieren

Ebenfalls im Bereich Wohnen liegen die Nebenkosten, die in deutschen Haushalten eine große monatliche Belastung darstellen. Veraltete Heizungen, stromfressende Altgeräte oder ein unbedachter Umgang mit vielen Geräten im Standby-Modus belasten Monat für Monat das Budget. Es lohnt sich, die jährliche Abrechnung durchzuschauen, um Kostenfallen auszumachen. Sind die Stromkosten besonders hoch? Oder ist der Wasserverbrauch sehr hoch? Die meisten Abrechnungen zeigen Vergleichswerte aus einem bundesdeutschen Durchschnitt. Weichen die eigenen Werte deutlich von diesen ab, sind Gegenmaßnahmen sinnvoll. Mögliche Maßnahmen sind etwa:

  • unnötigen Standby-Modus vermeide
  • Lichter in leeren Räumen ausschalten
  • kein laufendes Wasser beim Duschen
  • Grundwasserpumpe für den Garten

Ein bewusster Umgang mit Energie senkt den Stromverbrauch und sorgt für geringere Nebenkosten. Dasselbe gilt für den Umgang mit Wasser. Einige Anbieter bieten Tarife mit günstigeren Zeitzonen an. So kann es sich lohnen, die Wäsche nachts in der Waschmaschine waschen zu lassen, weil hier der Strom günstiger ist. Für Familien mit einem hohen Wäscheaufkommen lohnt sich ein solcher Tarif besonders.

Tipp 3: Einkaufen

Die monatlichen Ausgaben für Lebensmittel sind eine weitere hohe Ausgabe in jedem Monat. Forscher fanden in einer breit angelegten Konsumentenstudie der Universität Wien heraus, dass eine höhere Ablenkbarkeit des Käufers Impulskäufe steigert. Diese schlechtere Fokussierung zeige sich bei den Konsumenten speziell in Einkaufssituationen. Das impulsive Einkaufsverhalten muss so keineswegs bedeuten, dass der Mensch sich generell schlecht konzentrieren kann. Die Konsumenten könnten sich schlechter von zusätzlichen Reizen durch interessante Produkte abschirmen. Folgende Tipps helfen Menschen mit einem Hang zu Impulskäufen:

  • Einkaufsliste
  • klare Orientierung im Supermarkt
  • Begrenzung: lediglich ein zusätzliches Produkt pro Einkauf erlaubt

Auch unnötige Hamsterkäufe strapazieren das Budget – vor allem, wenn sie ungeplant geschehen und die Lebensmittel im Anschluss ablaufen, statt genutzt zu werden. Vorrätig sollten lediglich die Lebensmittel sein, die tatsächlich verbraucht werden. Beim geplanten Einkauf hilft ein wöchentlicher Essensplan. Die Hauptmahlzeiten der Wochentage werden einmal geplant und die nötigen Einkäufe aufgeschrieben. Auch wenn dieses Vorgehen am Anfang irritiert, spart es Zeit und Geld in der Woche.

Steigert ein Besuch im Café das Wohlbefinden, ist er jeden Cent wert. Viele Ausgaben in der Freizeit sind eher Gewohnheit als wirklich etwas für das Wohlgefühl. Foto: pixabay.com/free photos

Tipp 4: Freizeitkonsum betrachten

In der Freizeit scheinen die Taschen oft Löcher zu haben, durch die das Geld verschwindet. Da gehen ein paar Euro für ein belegtes Brötchen und ein paar Euro für einen Kaffee über die Ladentische. Die Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder im Verein ist eine weitere monatliche Ausgabe, die selten hinterfragt wird. Abonnements für monatliche Magazine laufen über Jahre weiter, auch wenn die Produkte immer schneller im Altpapier landen. Das Problem bei diesen Ausgaben ist die Unübersichtlichkeit. Die Ausgaben für die Freizeit sind bei vielen Menschen sehr hoch. Wer gerade knapp bei Kasse ist oder langfristig sparen möchte, sollte ein bis zwei Monate bewusst auf diese Ausgaben achten und jeden Betrag notieren. Dieses Buchführen mag lästig sein, zeigt aber schwarz auf weiß, wo besonders viel Geld im Alltag landet. So mag der mit Genuss getrunkene Kaffee die Lebensqualität steigern. Der hektisch auf dem Weg zur Arbeit gekaufte Kaffee für einen Euro steigert selten das Wohlbefinden. Da ist es sinnvoller, den einen Euro jeden Tag zu sparen und sich daheim einen Kaffee in eine Thermoskanne oder einen Coffee-to-go-Becher zu füllen. Bei allen Ausgaben in diesem Bereich ist die zentrale Frage:

  • Steigert es mein Wohlbefinden oder ist es lediglich eine Gewohnheit?

Gewohnheiten lassen sich ändern und hiermit bares Geld sparen.

Tipp 5: Versicherungen überprüfen

Weiteres Sparpotenzial versteckt sich in den Versicherungen. Hier lohnt es sich zu schauen:

  • Ist der Versicherungsschutz aktuell?
  • Gibt es alte Versicherungen für Geräte, die bereits nicht mehr genutzt werden?
  • Gibt es günstigere Anbieter?

Ein Blick in die eigenen Unterlagen findet in den meisten Privathaushalten kaum statt, kann jedoch die monatlichen Ausgaben senken. Gerade bei alten Versicherungen kann sich ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter lohnen. Das ist einmal Aufwand, spart aber bares Geld.