1. Ratgeber

Fast-Food: Das geht auch bio

Fast-Food: Das geht auch bio

Sündige Mahlzeiten, die sich mit gutem Gewissen genießen lassen, bietet „pick-a-pea“, Nordrhein-Westfalens erster rundum gesunder Imbiss. Lust drauf? Dann ab nach Köln-Weiden.

Köln. "Du hast innere Werte! Warum nicht auch Dein Fast Food?" Mit diesem Slogan eröffnete jetzt im Rhein-Center Köln das erste bio-zertifizierte Schnellrestaurant in NRW. "Wir bieten unseren Gästen intelligentes Fastfood. Denn auch Menschen, die wenig Zeit haben, sollten die Möglichkeit haben, sich bestmöglich, also gesund und lecker, zu ernähren", sagt Unternehmensgründerin Kathrin Möntenich. Frei nach dem Motto "Pick Dir die knackigste Erbse aus der Schote des Lebens" können die Gäste nicht nur Salate, Suppen, Wraps und Sandwiches, sondern auch Burger, Currywurst oder Pommes ruhigen Gewissens verspeisen.

"Unsere Pommes werden mit hochwertigem Rapsöl frittiert, die Saucen mit wertvollen Zutaten zubereitet, und das Fleisch stammt von glücklichen Tieren vom Biohof", sagt Möntenich (kleines Foto). Außer den heißgeliebten Fastfood-Klassikern in Bio-Qualität, die ganzjährig im Angebot sind, bietet das Schnellrestaurant eine saisonal wechselnde Karte.

Da sich das Unternehmen dem ökologischen Gedanken verschrieben hat, verwendet es ausschließlich hochwertige Zutaten aus streng kontrollierter biologischer Erzeugung und passt die Gerichte immer wieder der Jahreszeit an. "Im Winter gibt es bei uns keine Erdbeeren oder Paprika. Und wenn eine Zutat in der Region einmal nicht verfügbar ist, dann heißt es eben ad hoc kreativ zu werden", betont die Kölnerin.

Um den Kunden stets ein attraktives Speisen-Angebot zu erschwinglichen Preisen (unter zehn Euro für ein Mittagsgericht mit Getränk) bieten zu können, besteht die größte Herausforderung für den Koch darin, schmackhafte Basis-Rezepturen zu entwickeln, die von Monat zu Monat wandelbar sind.

Die Idee mit der Bio-Pommes-Bude kam Kathrin Möntenich vor drei Jahren bei einem Existenzgründer-Seminar. "Bei intensiven Recherchen habe ich herausgefunden, dass sündige Mahlzeiten, die man mit gutem Gewissen genießen kann, eine reelle Markt-Chance haben", so die gelernte Einzelhandelskauffrau. Ein Jahr lang hat die 42-Jährige zusammen mit ihren Geschäftspartnern Michael Kroheck und Martin Kaiser am Konzept gefeilt, welches im vergangenen Sommer sogar mit einem regionalen Business-Preis, dem ersten Platz des NUK-Businessplan Wettbewerbs, ausgezeichnet wurde.

Da "pick-a-pea" mit seinem Angebot nicht nur Premium-Käufer, sondern eine breite Konsumentenschicht ansprechen möchte, hat sich das Unternehmen für das Einkaufszentrum in Köln-Weiden entschieden. "Ob unser Konzept auch in der Praxis aufgeht, wird sich bald zeigen. Wir sind jedoch zuversichtlich, denn Themen wie "Fastfood" und "Bio" gehören zu den Wachstumsmärkten in der Gastronomie", meint Möntenich. Wenn denn alles glatt läuft, planen die Begründer der neuen Fastfood-Kultur am Rhein schon in naher Zukunft weitere Filialen.