Ratgeber Von analog zu digital: Wie Fotoalben die Kunst des Erinnerns bewahren

Normale Fotos als Ausdruck wirken heute manchmal wie aus der Zeit gefallen. Dennoch mag jeder die alten Ausdrucke auf dickem Fotopapier in den Händen halten.

Von analog zu digital: Wie Fotoalben die Kunst des Erinnerns
Foto: unsplash.com/Rirri

Was man halten kann, hat Bestand. Aber wie können sich Fotoalben in der heutigen Zeit bewähren, wenn doch jeder Handybesitzer durchschnittlich rund 1.000 Fotos auf dem Gerät speichert? Werfen wir einen Blick auf die Möglichkeiten, analoge Fotoalben bieten und was sich auch digital damit anfangen lässt.

Erinnerungen für unser Leben sind wichtig

Fotos können helfen, Erinnerungen zu bewahren. Ganz ehrlich, wer hat im Alltag nicht mal rasch ein Foto von irgendeinem Detail gemacht, um sich später daran zu erinnern? Was im Alltag hilft, kann aber auch für die Zukunft gelten:

  • Hilfestellung – spätestens im Alter ist es schwer, Gesichter oder Örtlichkeiten in einen Bezug zu bringen. Fotos helfen Menschen, diese Verbindung herzustellen.
  • Anfassbar – ja, auch ein Foto ist nur ein Ausdruck auf Papier. Doch ist es greifbar. Rein digitale Bilder sind das nicht. Oft schwingt bei echten Fotos in einem Fotoalbum ein Gefühl von Ewigkeit mit.

Häufig wird heute von der digitalen Form der analogen Fotoalben gesprochen. Aber bringen sie das mit, was einst üblich war?

Digitale Fotografie – weniger Aufwand

Klar, jeder kann ein digitales Fotoalbum erstellen. Auf dem Smartphone oder in den sozialen Netzwerken braucht es dafür keine fünf Klicks. Aber ist ein solches Fotoalbum dasselbe, das auch später noch mit rührseligen Augen durchblättert wird? Nein, aber das hat verschiedene Gründe:

  • Unsicher – ganz ehrlich, jeder muss sich heute Gedanken machen, welche Fotos online auch im privaten Raum hochgeladen werden. Das süße Babyfoto kann, falsche Personen vorausgesetzt, schnell in düsteren Kreisen landen. Darüber hinaus können auch technische Probleme hin und wieder zu einer Hürde werden.
  • Abstrakt – digitale Fotos sind abstrakter, da sie nur auf dem Bildschirm angeschaut werden können. Zumal ist die Wahrscheinlichkeit der Bearbeitung höher.
  • Wenig inklusiv – digitale Alben und Fotos können nur von Personen genutzt werden, die einen Zugang zum Internet haben. Das schließt mitunter gerade ältere Menschen häufiger aus.

Trotzdem landen die meisten Fotos heute in digitalen Sammelalben. Doch bilden sie oft nur reine Schnappschüsse, die eines Albums kaum wert wären. Trotzdem sind sie wichtig für die jeweiligen Personen, zumal der Aufwand zu vernachlässigen ist.

Sind analoge Fotoalben am Ende?

Ganz gewiss nicht. Gezielt gibt es in den letzten Jahren eine größere Nachfrage nach den »alten« Alben. Es sind zwar selten die leeren Bücher, in die Fotos an den Ecken eingeklebt werden, sondern es sind digitale Drucke. Dennoch bedeuten sie viel und halten die wichtigen Erinnerungen fest:

  • Hochzeiten – kaum eine Hochzeit kommt ohne ein echtes analog gedrucktes Fotoalbum aus. Die meisten Hochzeitsfotografen inkludieren es in ihr Programm. Auch für die Dankeskarten rund um die Hochzeit sind digitale Ausdrucke in Form eines Albums ganz normal.
  • Kalender – wie oft werden Fotokalender verschenkt? Auch sie sind nichts anderes als digitale Fotos, die analog ausgedruckt und in einem Album verarbeitet wurden.
  • Kinderfotos – sie dürften den Großteil der analogen Alben darstellen. Letztendlich ist es auch sicherer, Kinderfotos via ausgedrucktem Fotoalbum zu verschicken, als sie einfach nur online zu stellen.

Ein analoges Fotoalbum ist bei Weitem kein aufwendiges Unterfangen mehr, da die meisten Alben ohnehin digital erstellt werden. Doch hat es mehr Wert, da es angefasst und manuell durchblättert werden kann. Erinnerungen sind oft an besondere Ereignisse verknüpft und gerade ältere Menschen können sich an Fotos und Geschehnisse in den Fotos besser erinnern, wenn sie erahnen können, dass sie beim ersten Angucken im beliebten Liegestuhl saßen.

Fazit: Fotoalben werden niemals untergehen

Selbst in der digitalen Zeit haben echte Fotoalben noch ihren Sinn und Zweck. Sie sind zum Anfassen gedacht, halten ungeachtet von Speicherplätzen und Festplatten und lassen sich an die nächste Generation weitergeben. Dabei ist das typische Fotoalbum nicht immer nur das Buch aus Papier zum Umblättern. Auch Fotoleinwände oder Kalender gehören mit in den Bereich. Fotos, die anfassbar sind, haben ihren Wert.

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