Studie: Gewalt in Beziehung ist für Jugendliche keine Ausnahme

Fulda (dpa/tmn) - Von wegen frisch verliebt und auf Wolke sieben: Viele Jugendliche erleben laut einer Studie in ihrer ersten Beziehung verbale oder sogar körperliche Gewalt.

Laut einer Studie der Hochschule Fulda haben 65,7 Prozent der 14- bis 18-jährigen Mädchen mindestens einmal eine Form von grenzüberschreitendem Verhalten oder Gewalt erlebt. Bei den Jungen dieser Altersklasse waren es 60,1 Prozent.

Die Zahlen beziehen sich auf diejenigen Jugendlichen, die schon eine Beziehung oder Erfahrung mit Verabredungen hatten. Das traf auf gut drei Viertel der Teenager (76,6 Prozent) zu. Insgesamt wurden 462 Jugendliche befragt. Das Durchschnittsalter lag bei 15 Jahren.

Unter grenzüberschreitendem Verhalten wurden Situationen verstanden, in denen die Jugendlichen von ihrem Partner kontrolliert, verbal angegriffen, bedroht oder zu etwas gezwungen worden waren. Kontrollierendes Verhalten trat unter den emotional schwierigen Situationen besonders häufig auf: bei 47,3 Prozent der Mädchen und 42,2 Prozent der Jungen.

Dass sie in ihrer Beziehung mindestens einmal körperliche Gewalt erlebt haben, berichteten 10,5 Prozent der Mädchen und 10,4 Prozent der Jungen. Mit Druck zu ungewollten sexuellen Handlungen genötigt worden waren 22,4 Prozent der Mädchen und 7,5 Prozent der Jungen mit Beziehungserfahrung.

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