Sport ist auch bei Blasenschwäche möglich

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Eine Blasenschwäche ist unangenehm. Doch auf Bewegung sollte der Betroffene nicht verzichten. Denn wer keinen Sport treibt, riskiert eine Verstärkung der Inkontinenz. Allerdings kommt es darauf an, welche Sportart ausgeübt wird.

Eine Blasenschwäche ist den meisten Männern und Frauen nicht nur peinlich, sondern schränkt sie auch stark ein. Von den über 60-Jährigen sind etwa 30 Prozent der Frauen und etwa 20 Prozent der Männer von Inkontinenz betroffen. Sport wird dabei meist als erstes von der Liste gestrichen. Damit verschlimmern Senioren das Problem aber, warnt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Denn Bewegungsmangel führe zu Übergewicht, was die geschwächte Beckenbodenmuskulatur zusätzlich belastet.

Bei einer Blasenschwäche kommt es vor allem darauf an, welche Sportart ausgeübt wird. Während Joggen, Hüpfen und abrupte Stopps wie bei Ballspielen kontraproduktiv sind, eignen sich Radfahren, Nordic-Walking, Schwimmen und Wandern gut. Auch in Gymnastikkursen und beim Krafttraining lassen sich Übungen für den Beckenboden einbauen. Am besten lassen sich Ältere von einem Physiotherapeuten genau zeigen, welches Training für sie sinnvoll ist.

Wer Angst davor hat, ungewollt Urin zu verlieren, kann außerdem auf Hilfsmittel zurückgreifen. Für Frauen gibt es beispielsweise spezielle Schaumstofftampons, die vor dem Sport eingeführt werden. Dadurch werden Harnröhre und Blase angehoben und der Harnverlust dadurch verringert.

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