Bundessozialgericht : Bahnsurfender Schüler ist unfallversichert
Kassel Bahnsurfen ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten. Muss die Unfallsversicherung trotzdem zahlen, wenn ein Schüler auf dem Heimweg das Risiko sucht und dabei verunglückt?
Ein Schüler, der beim Bahnsurfen auf dem Heimweg von der Schule einen Stromschlag erleidet, ist gesetzlich unfallversichert. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden.
Bei einem entsprechenden Ereignis handle es sich um einen Wegeunfall, bei dem der Schutz der Schülerunfallversicherung greife, hieß es zur Begründung.
Im Januar 2015 war der damals fast 16-jährige Kläger aus Brandenburg auf der Zugfahrt von der Schule nach Hause auf die den Regionalexpress anschiebende Lok geklettert.