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Kurzarbeit: Eine persönliche Chance für die berufliche Zukunft

Herausforderung Kurzarbeit : Kurzarbeit: Eine persönliche Chance für die berufliche Zukunft

Mit Fortschreiten der Corona-Krise kündigen immer mehr Betriebe in NRW und ganz Deutschland Kurzarbeit an. Die Dauer der Maßnahme und ihre wirtschaftlichen Folgen können jetzt noch nicht abgeschätzt werden, trotzdem machen sich Betroffene Gedanken um die berufliche Zukunft. So groß die persönliche Verunsicherung auch sein mag, bietet die Kurzarbeit sogar eine Chance. Hierfür lassen sich die langen Stunden in den heimischen vier Wänden zunutze machen.

Unsichere Entwicklungen auch im Berufsleben

Nach Ansicht vieler Experten ist in den nächsten Wochen und Monaten kaum mit einer Rückkehr zur Normalität zu rechnen. Viele Tätigkeiten der Freizeitgestaltung verschieben sich in die eigene Wohnung, beruflich ist in vielen Branchen die Umstellung auf Home-Office angesagt. Da dies von der Gastronomie bis zum Handwerker kaum möglich ist, kündigen viele Betriebe Kurzarbeit an.Betroffene Arbeitnehmer erleben durch die Kurzarbeit auf zwei Ebenen erhebliche Einschränkungen. Zum einen wird es zur Herausforderung, die finanzielle Situation zu meistern und die Kosten der eigenen Lebenshaltung weiterhin zu stemmen. Zum anderen geht mit der Situation ein immenser sozialer Druck einher. Das gewohnte Sozialleben ist nicht mehr möglich, schnell entstehen zu Hause Frust und Langweile.

Konstruktive Möglichkeiten für die neu gewonnene Zeit

Ungewohnt viel Freizeit und der empfundene Druck im beruflichen Bereich lassen sich konstruktiv miteinander verbinden. Da der aktuelle Zustand wenigstens noch einige Wochen bis zu wenigen Monaten andauern kann, entsteht ein Zeitfenster für sinnvolle Aktivitäten, beispielsweise auch beruflich. Online-Kurse zu belegen und sich beruflich weiterzubilden, ist in Hinsicht auf die Entwicklungen der Arbeitswelt ein wertvoller Ansatz.In der Kurzarbeit eine Fort- oder Weiterentwicklung zu starten, sorgt für zusätzliche Qualifikationen für den Arbeitsmarkt. Dies mag am aktuellen Arbeitsplatz von Vorteil sein, genauso wie für zukünftige Jobs. Viele Lehrinhalte sind einfach über das Internet zu erfassen, auch Übungen sind digital schnell abgelegt. Für Abschlussarbeiten oder Prüfungen ist je nach Modell eine Präsenz notwendig. Doch diese findet erst in mittelferner Zukunft statt, in der das gesellschaftliche Leben weniger eingeschränkt sein dürfte als heute.

Kurzarbeit und ihre Bedingungen verstehen

Viele Arbeitnehmer sind mit der aktuellen Situation überfordert und wissen wenig über Kurzarbeit. Um Sicherheit zu gewinnen, sind umfassende Informationen zum Thema Kurzarbeit wichtig, die beispielsweise auch von Bildungsträgern für Fort- und Weiterbildung vermittelt werden. Diese kennen aus Erfahrung heraus Gründe, weshalb sich Menschen für eine zusätzliche berufliche Qualifikation entscheiden. Neben Kurz- oder Saisonarbeit ist die dauerhafte Arbeitslosigkeit eine typische Motivation.Dem Arbeitgeber zeigen Betroffene durch eine freiwillige Fort- und Weiterbildung, dass auch unter besonderen Umständen eine hohe Motivation herrscht. Dies macht sich spätestens zum Zeitpunkt bezahlt, wenn die Kurzarbeit endet und der Arbeitgeber weiterhin auf ein verlässliches und starkes Team vertrauen will. Jede Qualifikation macht sich hier bezahlt und ist gerne gesehen.

Auch die Freizeit konstruktiv nutzen

Bei aller Motivation zur Fort- und Weiterbildung während der Kurzarbeit sollte die kreative Freizeitgestaltung in den eigenen vier Wänden nicht leiden. Vom Fitness-Training zu Hause bis zum Erlernen einer neuen Sprache oder eines Instruments ergeben sich zahllose Möglichkeiten, mehr aus der aktuellen Situation zu machen. Unabhängig aller finanziellen Folgen der Kurzarbeit gehen das Leben und der Alltag schließlich weiter.