Kabarett: Zeit ist „krählativ“

Kabarett: Zeit ist „krählativ“

Das neue Programm der Kabarettgruppe Krähen geht im Spätsommer in die zweite Runde. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Zeit ist Geld.“ „Wir ham doch keine Zeit.“ „Früher war alles besser.“ „Näh, wie die Zeit vergeht.“ „Et wird Zeit, dat sich wat tut.“ Sprüche, die man nicht nur am Niederrhein häufig hört. Doch wer hat schon die Zeit, mal drüber nachzudenken, was denn hinter all diesen Wendungen steckt? Hektik und Stress bestimmen den Alltag und mittlerweile sogar die Pausen. Selbst in der Freizeit rennt man von Termin zu Termin, ohne das Wesentliche auszukosten – Zeit haben.

Jedermann schwimmt mit dem Strom, alles ist geplant und sorgfältig getimt, obwohl man eigentlich doch immer das Gleiche erlebt und erfährt. Neues ausprobieren? Dafür hat man keine Zeit. Und findet man doch mal die Zeit für den eigenen Stressabbau, zum Beispiel im eigenen Garten – am Niederrhein ein Kleinod der Ruhe, an dem die Zeit still stehen kann – so nagen Nachbarn oder gar der gemeine Buchsbaumzünsler ganz geduldig und genüsslich nicht nur am Ziergewächs, sondern auch an den Nerven.

„Zeit ist krählativ“, das neue Programm der Kabarettgruppe Krähen, sensibilisiert für Zeit mit all ihren Facetten. Der Mensch, besonders am Niederrhein, wird in seinem Umgang mit der Zeit entlarvt. So treffen die Krähen auf Gestresste („Zeit ist Geld“), auf Wiederholungstäter („Dat ham wir immer so jemacht“), auf im Trott Gefangene („Näh, wie die Zeit vergeht“) sowie auch auf ganz Entspannte („Kommt Zeit, kommt Rat“). Alle befassen sich mehr oder weniger bewusst mit der Zeit, die sie (nicht) haben, die sie vermissen oder die ihnen noch bleibt. Ganz gleich, ob die eigene Vergangenheit aufgearbeitet, der Jahrestrott von Feiertag zu Feiertag oder das eigene Ableben reflektiert und geplant werden. Jeder krächzt anders über den Lauf der Zeit – Zeit ist eben „krählativ“.

Die Krähen nehmen sich selbst natürlich nicht aus und geben sich ebenfalls dem Lauf der Zeit hin. Wiederholungen und Bewährtes sind bei den Krähen dabei genauso gewollt wie Neues. Ihr zeitloses Konzept: abwechslungsreiche Sketche mit skurrilen und schrulligen Charakteren im Mix mit schwung- und humorvollen musikalischen Einlagen. Dabei opfern sie ihre Zeit natürlich wieder ausschließlich dem guten Zweck. Karten für das Programm gibt es ab sofort zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) unter www.die-kraehen.de sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen und an den Veranstaltungsorten. Diese sind: Freitag, 28. September, 19.30 Uhr, Schwarzer Adler, Moers (dieser Termin beinhaltet ein Drei-Gänge-Menü, Preis für Eintritt und Menü: 42,50 Euro); Sonntag, 30. September, 18 Uhr, Festzelt an der Reithalle, Schmeddersweg, Kempen; Samstag, 6. Oktober, 19 Uhr Shedhalle (Alte Samtweberei), Krefeld; Freitag, 2. November, 20 Uhr, Goldener Hirsch, Krefeld-Hüls; Samstag, 3. November, 20 Uhr, Goldener Hirsch, Krefeld-Hüls; Freitag, 9. November, 20 Uhr, TIG (Theater im Gründerhaus), Mönchengladbach sowie Samstag, 10. November, 20 Uhr, Stadtwaldhaus, Krefeld. Mehr Informationen gibt es online unter: