Spiel 18: Essen, das Brettspielparadies

Messe: Essen, das Brettspielparadies

Ab Donnerstag locken die Internationalen Spieltage „Spiel 18“ tausende Besucher in die Essener Messehallen.

Komm, spiel mit!“ – diesem Ruf folgen auch dieses Jahr erwartungsgemäß mehr als 180 000 Brettspielfans. So warten auf der Spiel 18 mit mehr als 1150 Ausstellern aus 50 Nationen (Vorjahr 1100) auf einer noch einmal deutlich gestiegenen Ausstellungsfläche von 80 000 Quadratmetern (Vorjahr 72 000) zahlreiche Neuheiten – genaugenommen 1400 neue Brettspiele.

Weg vom Digitalen, hin zum Realen – das wünschen sich immer mehr Menschen in ihrer Freizeit. Ein Trend, von dem Brett- und Kartenspiele in den vergangenen Jahren stark profitiert haben. Und so ist es insbesondere die jüngere Generation, die am Spieltisch mit Begeisterung würfelt und taktiert und der Branche weltweit rasante Wachstumszahlen beschert.

Wer beim Thema Brettspiel nur an „Monopoly“ und „Mensch ärgere Dich nicht“ denkt, hat die Entwicklung verschlafen. Moderne Spiele schaffen heutzutage echte Erlebnisse. Es steht weniger das Zählen von Siegpunkten im Mittelpunkt, sondern das Erschaffen von Spielwelten. Immer mehr Menschen halten sich gern und lange in diesen Welten auf.

Einzigartige Spiele –
keins ist wie das andere

Zu beobachten ist auch eine Entwicklung hin zu ganz individuellen Spielausgaben, die vor ein paar Jahren mit sogenannten Legacy-Spielen begann. Kein Legacy-Spiel gleicht dem anderen, denn seine Regeln und Komponenten verändern sich von Runde zu Runde unwiderruflich, abhängig von den Entscheidungen der Spieler.

In diesem Jahr wird das erste sogenannte Unique Game „Discover – Zu unentdeckten Landen“ (Asmodée) vorgestellt. Dabei wurde die  Mehrzahl aller im Spiel befindlichen Komponenten für jedes Spiel unterschiedlich ausgewählt. So kann man nie sicher sein, was sich in einer Box verbirgt, und kein Spiel spielt sich wie das andere.

„Planet“ (Blue Orange) lässt zwei bis vier Spieler ab acht Jahren eine ganze Welt in ihren Händen gestalten. Zug für Zug bedecken sie einen großen, zwölfseitigen Würfel mit Landschaften. Ziel des Spiels ist es, den eigenen Planeten so attraktiv wie möglich für Tiere zu machen, die dort einen Lebensraum finden können.

Im dritten Teil der Hexbug-Serie von Ravensburger wird es ebenfalls spannend: Bis zu vier Spieler ab sechs Jahren fliehen gemeinsam vor „Kakerlacula“. Der Fürst der Finsternis wird durch einen elektronischen Käfer dargestellt, der durch die Räume seines Schlosses flitzt und mit Knoblauchchips und Kerzen in Schach gehalten werden muss. Wenn alles nichts hilft, kommt das Katapult zum Einsatz und schleudert Kakerlacula in hohem Bogen in die Kulisse.

„kNOW!“ (Ravensburger) ist ein Quizspiel, das dank Google Assistant immer aktuell ist. Die mehr als 1500 Quizfragen wechseln täglich. Zudem spielt auch der aktuelle Standort der Spieler eine Rolle, denn je nachdem wo man sich befindet, fallen die Antworten auf Fragen wie „Wann geht morgen die Sonne auf?“ oder „Wie weit ist es von hier nach Honululu?“ unterschiedlich aus.

Möglich macht das der Google Assistant. Dieser kostenlose digitale Sprachassistent hat, auf alle Fragen die aktuelle Antwort parat und erklärt vor Spielbeginn auch die Regeln. Und wer keine Lust darauf hat online zu spielen, für den gibt es auch eine Version, die ohne Sprachassistent spielbar ist.

Ein strategisches Schwergewicht ist „Teotihuacan, die Stadt der Götter“ (Schwerkraft Verlag). Über einen derzeit extrem populären Würfeleinsetzmechanismus kämpfen die Spieler um den Ausbau der aztekischen Tempelstadt und darum, den größten Anteil daran zu haben. Das Spiel besticht dabei durch seine reiche Ausstattung, mit der unter anderem eine große mittelamerikanische Pyramide gebaut werden kann.

Kostenloser Messeführer
für alle Besucher

Mit dem Wachstum der Spiel und einer immer größer werdenden Anzahl von Ausstellern aus aller Herren Länder wächst auch das Rahmenprogramm noch einmal beträchtlich. In diesem Jahr wurden mehr als 1300 einzelne Messe-Events gemeldet.

Eine Datenbank, in der Besucher sich über Signierstunden von Spieleautoren und Comiczeichnern, über Turniere und Wettbewerbe, Messepanels und vieles mehr informieren können, gibt es auf der Webseite der Messe (siehe Kasten).

An allen drei Eingängen wird es zudem erstmals einen kostenlosen 64 Seiten starken Messeführer,  den Spiel-Guide, geben. Dieser überaus nützliche Führer enthält neben den Hallenplänen eine komplette Liste aller Neuheiten, einzelne Programm-Highlights und viele Tipps rund um den Messebesuch.

www.spiel-essen.com