Pilstrinken, Pöhlen und Pommes rot-weiß: Ruhrpott-Hit „Radio Heimat“ kommt ins Heimkino!

Pilstrinken, Pöhlen und Pommes rot-weiß: Ruhrpott-Hit „Radio Heimat“ kommt ins Heimkino!

Ein verrückter Ort, eine verrückte Zeit und eine ganz besondere Freundschaft. Frei nach den Kult-Kurzgeschichten von Frank Goosen begleitet „Radio Heimat“ vier Jungs im Ruhrgebiet der 80er Jahre auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben — wilde Partys, schräge Initiationsriten und Herzschmerz inklusive. Ab dem 18. Mai 2017 lässt sich die rasante Ruhrpott-Komödie digital kaufen, ab dem 26. Mai 2017 ist „Radio Heimat“ dann als DVD, Blu-ray und digital erhältlich.

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Mitten im Pott, mitten in der Pubertät, mitten in den 80er Jahren: Frank (David Hugo Schmitz), Pommes (Jan Bülow), Spüli (Hauke Petersen) und Mücke (Maximilian Mundt) sind auf der Suche nach der ersten großen Liebe — und natürlich nach dem ersten Sex. Am besten mit Carola Rösler (Milena Tscharntke), dem schönsten Mädchen zwischen Dortmund und Duisburg. Doch wie sollen die Jungs bloß an ihre Traumfrau herankommen? Vielleicht mal die Eltern fragen. Die haben sich ja damals in der Tanzschule kennengelernt — ab da lief es dann wie von selbst. Das ist allerdings auch schon lange her. Und wie sagt der Opa immer: „Damals war auch scheiße!“ Also bleibt Frank, Pommes, Spüli und Mücke am Ende wohl nur eins übrig: Alles selber ausprobieren...

Radio Heimat basiert auf den Kurzgeschichten des Bochumer Kult-Autors Frank Goosen. Der Dortmunder Drehbuchautor, Regisseur und Kabarettist Matthias Kutschmann feiert mit der kongenialen Verfilmung sein Kino-Debüt — und verwandelt Goosens Kindheitserinnerungen in eine ebenso berührende wie witzige Coming-of- Age-Geschichte und nicht zuletzt in eine Liebeserklärung ans Ruhrgebiet. Oder, wie Produzent und bekennender Pott-Fan Christian Becker es ausdrückt: „Radio Heimat ist wie ‚Die fabelhafte Welt der Amélie‘ auf ‚Bang Boom Bang‘.“ Dabei versammelt Kutschmann ein einzigartiges Schauspieler-Ensemble vor der Kamera: Neben den Jungdarstellern David Hugo Schmitz, Jan Bülow, Hauke Petersen, Maximilian Mundt, Milena Tscharntke, Marie Bloching und Rouven Israel sind altbekannte Gesichter und Ruhrgebiets-Kult-Stars wie Stephan Kampwirth, Sandra Borgmann, Ingo Naujoks, Anja Kruse, Jochen Nickel, Uwe Lyko, Peter Lohmeyer, Ralf Richter, Elke Heidenreich, Petra Nadolny, Peter Nottmeier, Heinz Hoenig, Willi Thomczyk, Hans Werner Olm und Martin Semmelrogge zu sehen.

Radio Heimat ist Ruhrpott und 80er pur! Jede Minute des Films ist von dem ganz speziellen Lebensgefühl dieses Milieus und dieser Zeit durchzogen. Die Sprache ist deftig, trocken, ganz im Ruhrgebietsdialekt verhaftet — und auch die Ära wurde perfekt in Szene gesetzt. Dank der authentischen Rekonstruktionen begibt sich der Zuschauer so auf eine herrlich nostalgische Zeitreise in die Zeit der perfekten Fönwelle, der durchgewetzten Turnschuhe und des übermäßigen Haargel-Konsums. Am 26. Mai 2017 veröffentlicht CONCORDE HOME ENTERTAINMENT die liebevolle Hommage an das Ruhgebiet und seine Bewohner als DVD und Blu-ray inklusive umfangreichem Bonusmaterial sowie digital. Bereits ab dem 18. Mai ist Radio Heimat digital zum Kauf erhältlich.

Inhalt
Bochum 1983. Den 16-jährige Frank (David Hugo Schmitz) und seine Kumpels Pommes (Jan Bülow), Spüli (Hauke Petersen) und Mücke (Maximilian Mundt) treibt nur die eine Frage um: Wie kommt Mann an die Frau? Genau genommen an Carola Rösler (Milena Tscharntke), die ihnen gehörig den Kopf verdreht hat. Franks Vatter (Stephan Kampwirth), ein echter Malocher, hat natürlich einen guten Tipp für seinen Sohnemann parat: die Tanzschule. Da hat es bei ihm schließlich auch gefunkt. Aber lassen sich die Kuppelgesetze von damals so einfach auf eine völlig andere Zeit übertragen? Einen Versuch ist es zumindest wert. Und so schwingen die vier Freunde wenig später das Tanzbein, nur um festzustellen, dass der vermeintlich felsensichere Plan gründlich daneben geht. Ausgerechnet der „Laberfürst“ (Uwe Lyko), der halb Bochum mit seiner großen Klappe nervt, gibt den vier Jungs einen wichtigen Ratschlag: Wenn sie Mädchen erobern wollen, müssen sie eine eigene Disco starten. Gesagt, getan. Im Partykeller steigt kurz darauf eine denkwürdige Fete. Leider schlägt jedoch der Plan, Carola betrunken und beim Strip-Poker nackig zu machen, katastrophal fehl. Aber so schnell geben Frank, Pommes, Spüli und Mücke nicht auf. In der Kneipe „Zum Sportfreund“ bei Wirt Siggi (Heinz Hoenig), wo es schon morgens zum Bier handgemachte Frikadellen, Mettbrötchen und die Riesenbockwurst namens „Jungferntraum“ gibt, hecken die Jungs wenig später schon den nächsten genialen Coup aus...

Hintergrund
Seit Beginn seines Filmstudiums in Bochum 1991 wollte Matthias Kutschmann immer einen Ruhrgebiets-Kinofilm drehen — 25 Jahre später sollte sein Wunsch mit Radio Heimat in Erfüllung gehen. „Im Ruhrgebiet haben wir die Gelegenheit, großartige Tragikomödien zu erzählen, weil wir hier viele Probleme haben und trotzdem darüber lachen können“, sagt der Regisseur und nennt prominente Beispiele: die Ruhrgebiets-Trilogie von Adolf Winkelmann („Die Abfahrer“, „Jede Menge Kohle“, „Nordkurve“) und die Unna-Trilogie von Peter Thorwarth („Bang Boom Bang“, „Was nicht passt, wird passend gemacht“, „Goldene Zeiten“). Dass ausgerechnet Winkelmann und Thorwarth nun Co-Produzenten von Radio Heimat sind, macht Matthias Kutschmann besonders stolz. Auch Produzent Christian Becker („Bang Boom Gang“) hat ein Faible für Zechen, Fußball und Currywurst. Er findet: „Es hat viel zu lang keinen Ruhrgebiets-Film mehr gegeben.“ Nachdem er 2010 die Kurzgeschichten von Frank Goosen gelesen hatte, ließ ihn die Idee nicht mehr los, die Anekdoten aus „Radio Heimat“ und „Mein Ich und sein Leben“ als Kinofilm auf die große Leinwand zu bringen. Dazu musste Matthias Kutschmann die Kurzgeschichten in mühevoller Fleißarbeit aber erst einmal zu einer kinotauglichen Filmhandlung verweben.

Als der Plot stand, ging die Suche nach den passenden Darstellern los. Schnell war klar, dass sich viele Ruhrgebiets-Größen in Radio Heimat die Ehre geben würden, darunter Peter Lohmeyer, Ralf Richter und Elke Heidenreich. Darüber hinaus mussten aber auch Newcomer gefunden werden, etwa für die Rolle des Frank — und genau hier lag die Schwierigkeit. „Es hat lang gedauert, junge Schauspieler zu finden, die den Vorstellungen aus dem Buch entsprechen und die dann auch noch als Ensemble funktionieren“, erklärt Produzent Martin Richter. David Hugo Schmitz war für die Filmemacher gewissermaßen ein „Perfect Match“: So verkörpert er kongenial den Anführer, ohne sich dabei selbst zu sehr in den Vordergrund zu spielen. An Schmitz‘ Seite brillieren Maximilian Mundt als großmäuliger Punk Mircea „Mücke“ Kuwelko, Jan Bülow als unscheinbarer Mitschüler Michael „Pommes“ Jendritzki und Hauke Petersen als modebewusster Popper Heinz-Jürgen „Spüli“ Spülberger. In die Rolle der Carola Rösler schlüpfte Milena Tscharntke, die zuvor unter anderem in den Filmen „Die Wilden Hühner und das Leben“ und „Bruder vor Luder“ zu sehen war. Sie verkörpert glaubwürdig die Traumfrau, nach der die vier pubertierenden Freunde sehnsüchtig schmachten.

Von der Presse wurde Radio Heimat positiv aufgenommen. „Die Teenager- Geschichten des Schriftstellers Frank Goosen über die Achtzigerjahre im Ruhrpott sind wunderbares Kinomaterial“, resümiert die Süddeutsche Zeitung, während der Kölner Stadt-Anzeiger befindet: „Es gibt eine Menge zu schauen und zu bestaunen in diesem hinreißend gekleideten und frisierten Film. Es geht um den Spaß am Zeitkolorit, Regionalsprech und Ruhr-Stars, um Export, Revierderby, Currywurst und das Herrengedeck in der Freistunde“. Auch das Fazit des Hamburger Abendblatts fällt positiv aus: „Die Komödie ist ein ironisch-liebevoller Blick auf die Region. Davon lebt auch der Film — und von Situationskomik.“ Und das Urteil der Filmzeitschrift Cinema lautet: „Alles, was zur Ruhrpott-Folklore gehört, wird liebevoll auf die Schippe genommen und fröhlich auf die Spitze getrieben. Das ist manchmal brüllkomisch, manchmal entwaffnend sentimental, aber immer unterhaltsam. Darauf ein Pilsken“.