Veröffentlichung : Musik mit Herz und Seele

Als Mitglied des Erfolgsduos 2CELLOS erlangte der kroatische Cellist Hauser Weltruhm: Unter dem Titel „Classic“ veröffentlichte er am 7. Februar sein erstes Solo-Album.

Sein warmer, von wohliger Melancholie getragener Ton und die bei aller Schönheit des Klangs vornehme Zurückhaltung machen das Violoncello zu einem echten Lieblingsinstrument. Nicht wenige bezeichnen es als die eigentliche „Königin der Instrumente“ – ein Image, das nicht zuletzt durch die alle Genre-Grenzen überschreitende Verwendung immer wieder bestätigt wird. Das dynamische Duo 2CELLOS sprengt eben jene Grenzen seit 2011 mit virtuoser Meisterschaft und großer Spielfreude, indem es Songs von Michael Jackson, Kurt Cobain oder Sting in eine völlig neue Dimension katapultiert.

Nun legt Stjepan Hauser, eine Hälfte dieses sensationellen Crossover-Top-Acts, als Hauser sein erstes Soloalbum vor: Am 7. Februar 2020 erscheint bei Sony Classical sein schlicht „Classic“ betiteltes Debüt. Es versammelt speziell für Cello bearbeitete Interpretationen großer klassischer Meisterwerke. Begleitet wird Hauser vom renommierten London Symphony Orchestra. Die Arrangements stammen von Robin Smith, der bereits mit Cher, Andrea Bocelli und Lionel Richie gearbeitet hat. Produziert wurde „Classic“ von Nick Patrick, zu dessen umfangreichem Schaffen Aufnahmen mit Superstars wie Jonas Kaufmann, Hans Zimmer oder Katherine Jenkins gehören. „‚Classic‘ besticht durch größtmögliche Schlichtheit“, betont Hauser.

„Das Album präsentiert eine Auswahl der schönsten und romantischsten Klassikmelodien, geschrieben von den größten Komponisten, auf dem Cello gespielt, dem schönsten und romantischsten Instrument von allen.“ Jedes einzelne Stück auf seinem Solo-Debüt liegt dem 33-Jährigen schon seit langer Zeit am Herzen. Für einen klassisch ausgebildeten Musiker ist es nicht überraschend, dass dabei Wolfgang Amadeus Mozart eine prominente Rolle spielt. „Er hat so viele unglaublich schöne zweite Sätze geschrieben, dass mir die Auswahl schwerfiel“, so Hauser. „Letztlich haben wir uns für die langsamen Sätze seines Klarinettenkonzerts und des Klavierkonzerts Nr. 21 entschieden – beide sind sehr schlicht und anrührend. Außerdem ist das ‚Lacrimosa‘ aus Mozarts Requiem zu hören, eine der traurigsten Melodien, die je geschrieben wurden, und eine der letzten, die er zu Papier brachte. Der Celloklang ist hier ungemein ergreifend.“

„Classic“ enthält darüber hinaus zwei Stücke von Peter Tschaikowsky, wobei das berühmte „Allegro moderato“ aus dem Ballett „Schwanensee“ das Album eröffnet und später auch ein Ausschnitt aus „Der Nussknacker“ zu hören ist. Zu den wohl romantischsten Momenten gehören das Intermezzo aus Pietro Mascagnis Oper „Cavalleria rusticana“, Frederic Chopins „Nocturne“ in cis-moll sowie Johann Sebastian Bachs ebenso berührende wie friedvolle „Air“ aus dessen dritter Orchestersuite. In einer nicht weniger ergreifenden Interpretation zelebriert Hauser eine der bekanntesten Tenor-Arien aller Zeiten: „Nessun dorma“ aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“.

Doch auch die herzzerreißende Sopran-Arie „Lascia ch’io pianga“ aus Georg Friedrich Händels „Rinaldo“ darf nicht fehlen. „Ich liebe dieses Stück heiß und innig“, bekennt Hauser. „Diese Arie ist wie gemacht für das Cello. Ich kann kaum glauben, dass sie in all den Jahrhunderten, seit es sie gibt, nie zuvor auf dem Cello gespielt wurde.“ Schließlich enthält „Classic“ auch neuere Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert, darunter Samuel Barbers hochemotionales „Adagio for Strings“. Hinzu kommen James Lasts Evergreen „Der einsame Hirte“, zuletzt prominent vertreten im Soundtrack von Quentin Tarantinos Kultfilm „Kill Bill Volume 1“, sowie „River Flows in You“ von dem südkoreanischen Pianisten und Komponisten Yiruma – für Hauser eine „zutiefst anrührende Melodie“.

„Das ist es, was die Welt jetzt braucht – solche Melodien, Musik mit Herz und Seele, auf dem Cello gespielt“, da ist sich der Künstler sicher. „Ich empfinde das wie eine Art Mission, denn die Welt ist in vielerlei Hinsicht so verrückt geworden und die Musik bekommt schreckliche Züge. Ich hoffe, dass ich mit diesem Album möglichst viele Leute ansprechen und berühren kann. Mit all der Leidenschaft, die wir in dieses Album und seine Präsentation gesteckt haben, kann ‚Classic‘ das sicher erreichen.“ HAUSER stellt „Classic“ am 11. April 2020 persönlich vor: bei einem Konzert mit Orchester im Berliner Tempodrom.