Schmerzdetektive im Einsatz

Gesundheit: Schmerzdetektive im Einsatz

Therapie chronischer Schmerzen am Krankenhaus St. Josef

Chronische Schmerzen zeigen sich auf vielfältige Art und Weise. Sie können sich auf eine Region des Körpers beschränken, an vielen Stellen gleichmäßig oder wechselnd auftreten oder als Ganzkörperschmerz belasten. Unterschiedliche Faktoren und Lebensumstände begünstigen die Entwicklung von chronischen Schmerzen und letztendlich auch die Entstehung einer eigenen Krankheit – der Schmerzkrankheit. Die gute Nachricht: Diese Veränderungen sind reversibel – mit gezielten Schmerztherapien kann der chronische Schmerz in eine deutlich verminderte, erträgliche Version umgewandelt werden. Hilfe finden Schmerzpatienten in Schmerzambulanzen oder speziellen Schmerzkliniken, wie dem Department für Schmerztherapie, dem Kompetenzzentrum für die Behandlung von Schmerzpatienten am Krankenhaus St. Josef. Das Ziel der Mediziner: Schmerzen durch ganzheitliche Therapieansätze zu lindern, so dass die Patienten ihre Lebensqualität und -freude wiedererlangen.

Durch Dauerschmerzen oder immer wiederkehrende Schmerzen sind die Patienten in ihrem Alltag stark beeinträchtigt. Oft sind Bewegungsfähigkeit, Mobilität und Lebensqualität eingeschränkt. Das hinterlässt Spuren auf der Seele und führt nicht selten dazu, dass sich die Betroffenen zurückziehen und soziale Kontakte zunehmend meiden. Das Department für Schmerztherapie ist auf die ambulante, stationäre und teilstationäre multimodale Behandlung von Schmerzen spezialisiert.

Dr. Ulrike Bachmann-Holdau, Leiterin des Departments für Schmerztherapie am Krankenhaus St. Josef.

Effektive Hilfe statt Ärzte-Hopping

Unter der Leitung von Dr. Ulrike Bachmann-Holdau arbeiten Spezialisten unterschiedlicher Fachgebiete eng zusammen. Dabei ähnelt die Arbeit der Schmerzmediziner oft reiner Detektivarbeit. Denn chronische Schmerzen lassen sich selten auf einen einzigen körperlichen oder psychisch bedingten Kern reduzieren. Die Ursachen sind vielfältig, die Symptome reichen von chronischen Rücken- oder Gelenksschmerzen über Kopf- oder Gesichtsschmerzen bis hin zu Fibromyalgie oder Neuropathien. Manchmal haben Medikamente ihre Wirksamkeit verloren, in anderen Fällen stimmt die Dosis nicht.

Das Ziel der Schmerzbehandlung: Eine deutliche Senkung des Schmerzniveaus zu erreichen, den Umgang mit dem chronischen Schmerz zu erleichtern, die Beweglichkeit zu verbessern, die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen und eine Rückkehr in die berufliche Tätigkeit oder die häusliche Aktivität zu unterstützen, erklärt Schmerzexpertin Dr. Ulrike Bachmann-Holdau.

Mit gezielten Schmerztherapien kann das Schmerzgedächtnis umprogrammiert werden.

Schmerztherapie kann langwierig sein

Trotz Anerkennung als eigenständige Krankheit und Spezialisierung der Ärzte kann die Schmerztherapie langwierig sein. Nicht immer bringt der erste Behandlungsversuch den erwünschten Erfolg. Am Anfang steht die sorgfältige Untersuchung der dem Schmerz zugrunde liegenden Ursachen. Sie ist Grundlage jeder modernen Schmerztherapie und Basis einer gezielten Behandlung, die idealerweise unter Einbeziehung verschiedener Berufsgruppen erfolgen sollte. Neben den auf Schmerz spezialisierten Ärzten aus verschiedenen Fachbereichen, Pflegekräften und schmerztherapeutisch orientierten Psychotherapeuten tragen Physio- und Ergotherapeuten durch gezielte Therapieeinheiten zur Schmerzreduzierung und -bewältigung bei. Daneben berücksichtigt die Gestalttherapie, im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes, alle körperlichen, psychischen und sozialen Anteile des Schmerzproblems. Moderne Behandlungsansätze in der Therapie chronischer Schmerzen gehen daher oft weit über die Verordnung von Medikamenten, Interventionen wie Spritzen und operative Eingriffe hinaus. Sie berücksichtigen Verfahren wie psychologische Schmerzbewältigung, Aufmerksamkeitstraining Entspannungsübungen, Stressbewältigungsverfahren, physikalische und manuelle Therapiemethoden, sowie die Selbstheilungskräfte unterstützenden, schmerzlindernden Therapieverfahren wie Gefäßtherapie nach Bemer, Hochtontherapie und Ganzkörperhyperthermie.

Chronischer Schmerz ist und bleibt eine Herausforderung – für Patienten und Ärzte. Aber die Mühe lohnt sich. Weitere Informationen gibt es auf www.krankenhaus-st-josef-wuppertal.de


Adresse und Kontakt

Krankenhaus St. Josef
Wirbelsäulenchirurgie Wuppertal
Bergstr. 6-12
42105 Wuppertal

Telefon: 0202 485-2701
Fax: 0202 485-2709
E-Mail: ksj-schmerzambulanz@cellitinnen.de
Website: www.krankenhaus-st-josef-wuppertal.de