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Zurück in die Normalität

Auch Obdachlose benötigen Wohnungen : Zurück in die Normalität

Viereinhalb Jahre lang lebte Jürgen (Name geändert) auf der Straße. „Als ich obdachlos war, habe ich kein Hartz 4 bekommen. Ich wollte niemandem auf der Tasche liegen.“ Kontakt zur Familie? Fehlanzeige. Aussichten auf eine feste Bleibe? Ausgeschlossen. Erst mit dem Projekt „Housing-First-Fonds“ hat sich Jürgens Leben verändert.

Teufelskreis

Tausende Menschen sind in Nordrhein-Westfalen von Wohnungslosigkeit betroffen. So wie Jürgen sehen sich viele von ihnen einem Teufelskreis gegenüber. „Ohne festen Wohnsitz haben die Betroffenen kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und ohne Arbeitsvertrag finden sie keinen Vermieter“, erklärt Sylvia Rietenberg, Koordinatorin des Housing-First-Fonds-Projektes beim Paritätischen Landesverband NRW. Auch Jürgen machte bittere Erfahrungen: „Ich habe bei über Hundert Vermietern angerufen, aber sobald ich dort sagte, dass ich arbeitslos bin, waren die Wohnungen direkt weg.“

Perspektiven

Dank des „Housing-First-Fonds“ – ein vom Land NRW gefördertes Projekt – hat Jürgen jetzt endlich wieder ein festes Zuhause. Allein wäre ihm das nie gelungen, ist er überzeugt: „Das Problem ist, dass es für Leute, die durch widrige Umstände – Selbstverschuldung oder auch Nicht-Selbstverschuldung – in Hartz 4-Bezug kommen, unmöglich ist, eine eigene Wohnung zu finden.“ Nun hat sich Jürgens Leben in kurzer Zeit zum Positiven entwickelt. Er hat den Kontakt zu seiner Familie wiederhergestellt und neue berufliche Perspektiven gefunden: „Seitdem ich in einer eigenen Wohnung lebe, nehme ich an einem kaufmännischen Lehrgang teil. Ich bin gelernter Bürokaufmann, habe jahrelang in der Buchhaltung gearbeitet und versuche mich nun wieder zu bewerben.“ Es hat direkt geklappt –Jürgen hat inzwischen eine neue Vollzeitstelle gefunden.

Zahlen steigen

Ist das ein Einzelfall? Ganz im Gegenteil. Seit Jahren berichten Wohlfahrtsverbände und freie Träger von einer wachsenden Zahl an wohnungslosen Menschen in Nordrhein-Westfalen. Das Land spricht laut Statistik offiziell von 44.400 Betroffenen. „Menschen in prekären Lebenslagen wieder in normale Lebensverhältnisse zu bringen, wird immer schwieriger“, berichtet Sylvia Rietenberg. Beim Paritätischen Landesverband NRW reifte daher die Überlegung, ergänzend zu vorhandenen Hilfen neue Wege zu gehen. Wohnraum beschaffen und begleitend Hilfestellung geben, diese Ziele verknüpft der Housing-First-Ansatz miteinander. Beim Housing-First-Fonds handelt es sich um eine Kooperation des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW und des Düsseldorfer Vereins der Wohnungslosenhilfe fiftyfifty / Asphalt e.V.

Kostengünstiger

Im ersten Schritt erhalten die Menschen daher eine reguläre Wohnung – es wird ein normales, unbefristetes Mietverhältnis mit allen Rechten und Pflichten abgeschlossen. Nur woher die Wohnungen nehmen? Hier kommt der Housing-First-Fonds ins Spiel. Mit finanziellen Mitteln – in diesem Fall Erlöse aus Kunstverkäufen – gibt der Fonds Starthilfe durch zweckgebundene Zuschüsse. So können Träger vor Ort Wohnungen kaufen oder sanieren. Der Verein fiftyfifty hatte bereits vor dem Start dieses Projektes in Düsseldorf gute Erfahrungen mit dem Konzept gemacht und fast 50 Wohnungen erworben.

Zuschüsse

Angesichts der positiven Erfahrungen soll die Arbeit des Housing-First-Fonds nach Möglichkeit fortgesetzt werden. Noch können sich Träger der Freien Wohlfahrtspflege aus NRW um Fondsmittel bewerben. Mit den zweckgebundenen Zuschüssen werden Finanzierungsgrundlagen zum Ankauf von Wohnungen geschaffen. Auch Umbaumaßnahmen und Nebenkosten können mitfinanziert werden. Bis Ende November 2020 wird die Projektdurchführung noch durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW gefördert.

Gut für NRW!

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