99 Prozent würden alles für ihr Kind tun – auch sparen?

Anlagen für die Zukunft : 99 Prozent würden alles für ihr Kind tun – auch sparen?

Die Deutschen gelten als Sparweltmeister. Sie sparen für die Rente und für schlechte Zeiten. Für ihre Kinder sparen in NRW immerhin 33 Prozent.

Etwa 660 Euro geben Eltern laut Statistischem Bundesamt jeden Monat pro Kind aus. Werden die Kinder älter, schlagen besonders die Kosten für Ausbildung, Führerschein oder erste Wohnung zu Buche. Obwohl einer Deka-Studie zufolge 99 Prozent aller Eltern alles für ihre Kinder tun würden, legt nur die Minderheit der Erziehungsberechtigten regelmäßig etwas für die finanzielle Zukunft des Nachwuchses zur Seite. In NRW sind dies 33 Prozent, wie eine repräsentative Umfrage der Deka, des Wertpapierhauses der Sparkassen, ergeben hat. Das entspricht exakt dem bundesweiten Durchschnitt. Dabei können neben den Eltern auch Großeltern und Paten beim Vermögensaufbau langfristig mithelfen.

Foto: sparkasse.de

Sparbuch oder Aktien?

Eines vorab: Sparen lohnt sich, auch in der Niedrigzinsphase. Aber oft sparen Menschen noch so, wie sie es in ihrer Kindheit gelernt haben, und das ist ein Problem. Denn in Sachen Sparen hat sich die Welt in den vergangenen zehn Jahren verändert. Ein einfaches Beispiel für Eltern, die monatlich 50 Euro für ihren Nachwuchs auf dem Tagesgeldkonto zurücklegen, zeigt: Ein Kind, das 1980 geboren wurde, hatte so nach 13 Jahren knapp 11.700 Euro auf seinem Konto. Das 2010 geborene Kind bräuchte 18 Jahre, um auf eine ähnliche Summe zu kommen. 11.700 Euro entsprechen heute in etwa den Anschaffungskosten für ein Auto plus Führerschein. Die Generation Alpha muss also aufgrund der niedrigen Zinsen mit Sparbuch oder Tagesgeld rund fünf Jahre länger auf Auto und Führerschein sparen als die Generation X.

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Wie das Magazin Finanztest in der Ausgabe 03/2019 feststellt, sind Aktienfondssparpläne in börsengehandelte Fonds am attraktivsten. „Sie bieten die höchsten Renditechancen.“ Allerdings sind Wertpapiere nicht nur eine renditestarke, sondern auch eine risikoreiche Anlageform. Daher sollten Anleger beachten, dass eine Anlage in Investmentfonds Kursschwankungen unterliegt, die sich negativ auf den Wert der Anlage auswirken können.