Geht es Ihnen auch so? : 4 weibliche Denkfallen im Beruf

Der Kollege bekommt die Beförderung, auf die Sie so lange gewartet haben? Daran ist möglicherweise nicht allein Ihr ignoranter Chef schuld. Wir entlarven Denk- und Verhaltensweisen, die den beruflichen und finanziellen Erfolg vieler Frauen behindern.

Erkennen Sie Ihr eigenes Verhalten wieder?

Foto: sparkasse.de

1. „Für diese Stelle bin ich nicht qualifiziert genug.“

Arbeitsmarktexperten bestätigen: Frauen suchen häufiger als Männer einen Job, der unterhalb ihres Qualifikationsniveaus liegt. Zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche Studien. Die Folge: Frauen begnügen sich mit schlechter bezahlten Stellen.

Machen Sie diesen Fehler nicht. Gehen Sie selbstbewusst an die Jobsuche: Bewerben Sie sich auch auf Stellen, für die Sie nicht alle Qualifikationen mitbringen. Dafür haben Sie ganz sicher andere Fähigkeiten und Eigenschaften, mit denen Sie punkten können. Den Rest lernen Sie im Job.

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2. „Meine Arbeitsleistung spricht für sich.“

Ihr Kunde zeigt sich zufrieden, Sie haben die Zielvorgaben erfüllt oder einen neuen Auftrag an Land gezogen? In solchen Fällen haben die meisten Männer überhaupt kein Problem damit, sich selbst auf die Schulter zu klopfen.

Frauen in derselben Situation loben lieber das Team. Sie lernen von klein auf: Bescheidenheit ist eine Tugend – und Eigenlob stinkt.

Höchste Zeit, Ihr Verhalten zu ändern! Für Bescheidenheit gibt es weder einen Bonus noch eine Beförderung. Loben Sie sich und Ihre Erfolge und stellen Sie sicher, dass Ihr Chef davon erfährt. Keine Angst: Charmant präsentiert, stinkt Eigenlob garantiert nicht.

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3. „Ist doch schön, dass mich alle mögen.“

Zu den tendenziell eher weiblichen Eigenschaften zählt auch der Wunsch, von jedermann gemocht zu werden. An einem freundlichen Auftreten im Berufsalltag ist auch überhaupt nichts auszusetzen. Wer aber im Job ernstgenommen werden möchte, sollte möglichst verbindlich kommunizieren. Klare Aussagen statt Wohlfühlgeschwurbel.

Noch eine schlechte Gewohnheit ist Zurückhaltung in Meetings. Auch dahinter steckt meist die Sorge, irgendwo anzuecken. Sie sollten nicht davor zurückschrecken, Kritik oder Widerspruch anzubringen. Wenn Sie gute, sachliche Argumente haben: Tragen Sie sie vor.

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4. „Für die Altersvorsorge reicht mein Einkommen noch nicht.“

Bei vielen Frauen sind auch heutzutage die Erwerbsbiographien oft durch Kindererziehungszeiten, Pflegezeiten oder längere Phasen der Teilzeitarbeit unterbrochen. Deshalb fallen die Ansprüche von jüngeren Frauen in der gesetzlichen Rente niedriger aus als die ihrer männlichen Altersgenossen. In Deutschland erhalten Frauen im Alter durchschnittlich nur eine halb so hohe Rente wie Männer!

Sie sollten sich ganz bewusst mit Ihrer Vorsorge beschäftigen, damit Sie später finanziell unabhängig sind. Je später Sie anfangen, desto aufwändiger wird es, genügend Geld für ein auskömmliches Leben im Ruhestand zur Seite zu legen.

Beginnen Sie also möglichst früh und lassen Sie den Zinseszinseffekt über die Zeit für sich arbeiten. Schon ein Sparbetrag von 25 Euro pro Monat macht einen Unterschied.

Sie möchten etwas für Ihre finanzielle Unabhängigkeit tun? Wir haben weitere spannende Themen und nützlich Informationen rund um das Thema Altersvorsorge für Frauen.