Wer wird was im Bundeskabinett?

Wer wird was im Bundeskabinett?

Hinter den Kulissen dreht sich das Personalkarussell: CDU, CSU und FDP feilschen um die Chefsessel in den politischen Ressorts.

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Das wird sich Guido Westerwelle nicht nehmen lassen, obwohl er eigentlich ein Innenpolitiker ist.

Wolfgang Schäuble könnte weitermachen, wird allerdings auch als möglicher deutscher EU-Kommissar gehandelt, der Günter Verheugen (SPD) ablöst. Denkbar ist, dass der bisherige Kanzleramtsminister Thomas de Maizière Innenminister wird.

FDP-Parteivize Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist im Gespräch. Die CDU liebäugelt mit dem Parlamentarischen Geschäftsführer Norbert Röttgen.

FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms steht bereit. Der bisherige Haushaltsausschuss-Chef Otto Fricke könnte ihn in der Halbzeit beerben. Da das Finanzministerium zu den hochkarätigen Kabinettsposten zählt, geht auch die FDP davon aus, dass die CSU auf dieses Amt scharf ist. Karl-Theodor zu Guttenberg wird hier dafür gehandelt.

Das Wirtschaftsministerium wird traditionell als "Spiegelressort" zum Finanzministerium von einer anderen "Farbe" besetzt. Amtsinhaber Guttenberg könnte bleiben. Wenn die FDP zum Zuge kommt, gilt Parteivize Rainer Brüderle als gesetzt.

Das Ressort dürfte aller Voraussicht nach in Unions-Hand bleiben. Ob unter Franz Josef Jung, ist aber fraglich: Guttenberg jedenfalls steht bereit. Geht das Ressort an die FDP, könnte es auf Verteidigungsexpertin Birgit Homburger hinauslaufen.

Dieses Ressort geht wahrscheinlich an die Union. Denkbare Ministerin: die bisherige Familienministerin Ursula von der Leyen. Heißer wird aber noch Josef Hecken gehandelt, der als ehemaliger saarländischer Gesundheitsminister jetzt Chef des Bundesversicherungsamtes ist.

Hier scheint es einen Favoriten zu geben: Der bisherige CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla dürfte ziemlich sicher der neue Norbert Blüm als CDU-Minister werden. Bei der FDP stünde Generalsekretär Dirk Niebel für diesen Posten bereit.

Hier könnte Ursula von der Leyen Ressortchefin bleiben, da sie für die Modernisierung der CDU auf diesem Feld steht.

FDP-Bildungsexpertin Cornelia Pieper steht in den Startlöchern. Die bisherige Amtsinhaberin Annette Schavan hingegen hat ihre Bereitschaft erkennen lassen, den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung zu übernehmen.

Oft genannt wird der Name der baden-württembergischen Umweltministerin Tanja Gönner. Von der CSU könnte aber auch der bayerische Umweltminister Markus Söder ins Gespräch gebracht werden.

Die Bauern sind die Stammklientel der CSU, und deshalb dürften die Bayern Wert darauf legen, dieses Ressort weiterhin zu besetzen. Amtsinhaberin Ilse Aigner dürfte gute Chancen haben.

CDU-Außenpolitiker Eckart von Klaeden wird genannt.

Das Ministerium bietet mit vielen Verkehrsprojekten Gestaltungsmöglichkeiten. Der bisherige Verteidigungsminister Franz-Josef Jung könnte es übernehmen. Auch CSU-Mann Peter Ramsauer wäre ein Kandidat.

Wenn de Maizière will, bleibt er Kanzleramtsminister. Als Alternative stünde Röttgen bereit.

Die Union denkt über ein Integrationsministerium nach. Das könnte der bisherige NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) übernehmen.

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