"Betroffene wollen mit sich im Einklang leben" Was für das Selbstbestimmungsgesetz spricht

Berlin · Die ehemalige Bundesrichterin Johanna Schmidt-Räntsch macht sich für das jetzt im Kabinett verabschiedete Selbstbestimmungsgesetz stark. Und sie erklärt, um welche Frage es eigentlich geht.

 Die Farben des Regenschirms zeigen: Die Welt ist bunt – und das Bild nie nur einfarbig und einfach.

Die Farben des Regenschirms zeigen: Die Welt ist bunt – und das Bild nie nur einfarbig und einfach.

Foto: picture alliance/dpa/Frank Hormann

Berlin. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch das Selbstbestimmungsgesetz auf den Weg gebracht. Es soll die Änderung des Geschlechtseintrags für trans und nicht-binäre Menschen erleichtern. Betroffene sehen den Gesetzentwurf als historisch an. Zu dem Thema hatte diese Zeitung am vergangenen Samstag ein Interview mit dem Wuppertaler Rechtsanwalt Jonas Jacob veröffentlicht. Dieser äußerte sich besonders kritisch gegenüber dem Vorhaben. Darauf meldete sich Prof. Dr. Johanna Schmidt-Räntsch bei unserer Zeitung. Sie war bis August 2021 Richterin am Bundesgerichtshof. Sie ist Honorarprofessorin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist transsexuell und deshalb mit dem Thema befasst. In diesem Gastbeitrag macht sie sich für die Notwendigkeit einer gesetzlichen Neuregelung stark.