Ukraine-Krieg Neue Waffenruhe für Mittwochmorgen angekündigt

Update | Kiew · Am Mittwochmorgen soll es eine erneute Waffenruhe geben. Das hatte das russische Verteidigungsministerium angekündigt. An den vergangenen Tagen waren diese Vereinbarungen immer wieder gebrochen worden.

 Die Stadt Mariupol ist fast komplett zerstört: Der Versuch eines humanitären Korridors ist erneut gescheitert.

Die Stadt Mariupol ist fast komplett zerstört: Der Versuch eines humanitären Korridors ist erneut gescheitert.

Foto: dpa/Evgeniy Maloletka

Russland will zur Rettung von Zivilisten aus umkämpften Städten in der Ukraine erneut Fluchtkorridore schaffen. Dazu solle am Mittwoch um 8.00 Uhr MEZ eine Waffenruhe in Kraft treten, teilte Generaloberst Michail Misinzew vom russischen Verteidigungsministerium am Dienstagabend der Agentur Interfax zufolge mit. Moskau erkläre sich dazu bereit. Man wolle bis 1.00 Uhr MEZ der ukrainischen Seite Zeit geben, die humanitären Korridore zu koordinieren. Aus der Ukraine gab es dazu zunächst keine Reaktion.

Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge bietet Moskau an, Menschen aus den Städten Kiew, Sumy, Charkiw, Mariupol und Tschernihiw nach Russland oder in andere ukrainische Städte zu bringen. Kiew hat es bislang abgelehnt, dass Ukrainer in das Nachbarland Russland zu evakuieren. Es gab bereits mehrere Anläufe für Evakuierungen, die in den meisten Fällen gescheitert waren.

Nach Angaben des stellvertretenden Leiters des Präsidentenbüros, Kyrylo Tymoschenko, sind am Dienstag aus Sumy im Laufe des Tages zwei Kolonnen mit insgesamt 61 Bussen in Richtung Poltawa gefahren. Unter den Passagieren waren etwa 1100 ausländische Studenten, darunter aus Indien und China. Für eine weitere Evakuierung ins westukrainische Lwiw nahe der polnischen Grenze stünden Züge bereit.

(dpa)
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