Schwarzer Tag für Millionen Rentner

Schwarzer Tag für Millionen Rentner

Zum 1. Juli gibt es keine Rentenerhöhung.

Berlin. Der 1. Juli ist für die 20 Millionen Rentner in Deutschland kein guter Tag, denn die übliche Rentenerhöhung fällt in diesem Jahr aus. Schlimmer noch: Die Senioren müssen sich weiterhin auf Null- und Mini-Runden einstellen.

Da die Anpassung der Renten abhängig ist von der Entwicklung der Löhne im Vorjahr, wäre in diesem Sommer eigentlich sogar eine Rentenkürzung notwendig geworden. So waren 2009 die Löhne erstmals seit 50 Jahren gesunken. Im Westen gab es ein Minus von 0,96 Prozent, im Osten ein leichtes Plus von 0,61 Prozent. Die Kürzung wird jedoch durch die neue Rentenschutzklausel verhindert.

Zuletzt mussten die Rentner zwischen 2004 und 2006 drei Nullrunden in Folge hinnehmen. Dagegen gab es 2009 die höchste Rentensteigerung seit mehr als zehn Jahren: plus 3,4 Prozent im Osten und plus 2,4 Prozent im Westen. Um dies zu ermöglichen, hatte die damalige schwarz-rote Bundesregierung den dämpfenden Riester-Faktor in der Rentenformel für zwei Jahre ausgesetzt.

Die außerplanmäßigen Steigerungen von 2008 und 2009 wie auch die nun unterbliebenen Kürzungen sollen durch Verrechnung mit künftigen Rentenerhöhungen ausgeglichen werden.

Die FDP will die Hinzuverdienstgrenzen für die Ruheständler abschaffen. Derzeit gelten für Frührentner Hinzuverdienstgrenzen von 400 Euro im Monat.

In diesen Tagen erhielten alle Rentner Post von der Rentenversicherung über die neuen Beiträge. Die dadurch entstandenen Kosten von elf Millionen Euro hätte man sparen können, moniert unser Leser Bernd Swillims aus Wuppertal.

Mehr von Westdeutsche Zeitung