Leicht höhere Wahlbeteiligung in NRW als vor vier Jahren

Leicht höhere Wahlbeteiligung in NRW als vor vier Jahren

Düsseldorf (dpa). In Nordrhein-Westfalen sind am Vormittag mehr Bürger zur Wahl gegangen als im gleichen Zeitraum vor vier Jahren. Das berichtet die Landeswahlleiterin NRW.

Die Wahlbeteiligung in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten habe im Durchschnitt bei knapp 37 Prozent gelegen, teilte Helga Block mit.

2009 lag dieser Wert bei etwa 35 Prozent. Sie bezeichnete die aktuelle Wahlbeteiligung trotz der leichten Steigerung als „mäßig“. Die Wahlbeteiligung inklusive der Briefwahlteilnahme hatte 2009 am Ende des Wahltages bei landesweit 71,4 Prozent gelegen. Block rief nochmals alle Wahlberechtigten auf, an der Wahl teilzunehmen.

In Düsseldorf haben am Sonntag bis 12 Uhr 25,68 Prozent der Wahlberechtigten in einem der 388 Wahllokale ihre Stimme abgegeben. Inklusive Briefwahl liegt die Beteiligung damit bei 46,10 Prozent. Vor vier Jahren waren es zur gleichen Zeit 42,6 Prozent, wie Helga Bock, LandeswahlleiterinNRW, mitteilt. Aktuellere Werte sind ab 16.30 Uhr zu erwarten.

In Berlin zeichnete sich bei der Wahl zum 18. Bundestag am Sonntag eine etwas höhere Wahlbeteiligung als vor vier Jahren ab. Bis 12.00 Uhr gaben 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach am Sonntag bekanntgab. Damit lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt um 0,3 Prozentpunkte höher als bei der letzten Bundestagswahl am 27. September 2009 (26,8 Prozent).

In die Zählung vom Sonntag ging auch schon ein Drittel der abgegebenen Briefwahlunterlagen ein. Auch Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gaben - vor den Augen zahlreicher Medienvertreter - ihre Stimmen ab. Gauck kam am Morgen gemeinsam mit Bundeswahlleiter Roderich Egeler in die Erich-Kästner-Grundschule im Ortsteil Dahlem (Bezirk Steglitz-Zehlendorf).

Mit dabei war auch Gaucks Lebensgefährtin Daniela Schadt, die ein dunkelblaues Kostüm trug. Merkel warf ihren Stimmzettel wie auch im vergangenen Jahr in eine Wahlurne in der Humboldt-Universität im Bezirk Mitte. Sie kam zu Fuß und in Begleitung ihres Ehemanns Joachim Sauer in das Wahllokal in der Hochschule. Linke-Spitzenkandidat Gregor Gysi, machte in Pankow seine Kreuzchen.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, warf ihren Stimmzettel in Charlottenburg in die Wahlurne. Bis zum Mittag sei die Wahl in der Bundeshauptstadt ohne Zwischenfälle verlaufen, hieß es bei den Verantwortlichen im Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

In manchen Wahlbezirken herrschte schon morgens ein großer Andrang. In der Achard-Grundschule etwa, vor dem Wahllokal 511 in Kaulsdorf, standen gegen Mittag Warteschlangen von 25 bis 30 Wählern. „Dass ist schon seit dem Morgen so“, sagte ein Wahlhelfer. Viele Eltern kamen mit ihren Kindern.

Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr geöffnet.

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