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Warum die aktuelle CDU-Debatte gefährlich für Armin Laschet ist

Die Kanzlerfrage in der Union : Warum die aktuelle CDU-Debatte gefährlich für Armin Laschet ist

Teile der Partei schlagen den NRW-Ministerpräsidenten als künftigen Bundespräsidenten vor. Das hat seinen Grund - und kann bis nach NRW wirken.

Feind, Erzfeind, Parteifreund. Dieses Wort für unerhörte Steigerungsformen hat viel Wahrheit: Auch das Spielchen in der CDU, dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet den Posten des Bundespräsidenten anzudienen, ist nichts als ein kräftiger Schlag in das Kanzler-Personalkarussell, auf dem Laschet sich noch wohlgelaunt wähnt. Denn klar ist: Wer Laschet zum Bundespräsidenten redet, hat nichts im Sinn als den Weg für einen Bundeskanzler Markus Söder zu bereiten: den CSU-Kandidaten also nicht nur beim Volk, sondern auch innerhalb der CDU zu protegieren.

Das hätte es in sich: Wer im Dezember CDU-Vorsitzender wird, müsste wenig später auf eine Kanzler-Kandidatur zugunsten der kleinen Schwesterpartei verzichten. Da muss es die CDU schütteln. AKK ist in diesem Thema noch Fels. Aber wie fest steht sie schon noch? Für Laschet ist das ein wirklich gefährliches Spiel: Das Präsidentenamt? Trostpreis und dazu Ungewissheit. Aber wenn er erkennt, dass auch die Union und nicht nur die Umfragen mehrheitlich zu Söder kippen, muss er zur treibenden Kraft werden und nicht Getriebener sein. Sonst wird ihm das auch in NRW nachhaltig schaden.