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Schulministerium: Umstrittene Abi-Klausuren werden nicht wiederholt

Schulministerium: Umstrittene Abi-Klausuren werden nicht wiederholt

Düsseldorf (dpa). Schüler in Nordrhein-Westfalen dürfen die von vielen als zu schwierig kritisierten Mathematik-Abiturklausuren nicht nachschreiben.

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hatte die verantwortliche Aufgabenkommission nach der kontroversen Diskussion um eine Stellungnahme gebeten. Ergebnis: „Nach Prüfung der Ergebnisse sind die Aufgaben lehrplankonform, fachlich korrekt und bezüglich des Anspruchsniveaus angemessen.“ Das teilte das Schulministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit.

„Ein Grund für eine Nachschreibmöglichkeit oder die pauschale Gewährung von Bonuspunkten liegt nicht vor.“ Löhrmann bestärkte die Lehrer in einer Rundmail, bei der Beurteilung von Klausuren „ihren vorhandenen Beurteilungsspielraum zu nutzen“.

„Die Rückmeldungen zu den Mathematikaufgaben sind sehr differenziert“, erklärte die Ministerin. „Wir hatten sowohl kritische als auch ausdrücklich zustimmende Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern und Fachleuten zu den Aufgaben.“

Am Dienstag hatten mehrere hundert Abiturienten vor dem Schulministerium gegen die schriftlichen Mathematikprüfungen protestiert und verlangt, die Klausuren freiwillig wiederholen zu dürfen. Die Aufgaben seien viel zu kompliziert gewesen. Tausende Schüler hatten in einer Facebook-Gruppe eine Überprüfung der Klausur-Anforderungen durch neutrale Fachleute gefordert.