Ohne Alternative

Unter keinen Umständen, so hatte US-Präsident Barack Obama lange Zeit versprochen, werde er Steuern für die Mittelklasse erhöhen. Doch nun hat er erkannt, dass ihm vor dem Hintergrund eines Rekorddefizits im Haushalt die Hände gebunden sind.

Die Regierung muss neue Quellen anzapfen, um den immensen Fehlbetrag in der Staatskasse abzubauen. Leidtragende werden ausgerechnet jene Haushalte sein, die inmitten einer Rezession auf jeden Dollar dringend angewiesen sind. Kurzfristig werden Steuererhöhungen zwar zu Lasten von Obamas Glaubwürdigkeit gehen.

Langfristig aber müssen auch die Amerikaner einsehen, dass die teuersten Ausgabenprogramme in der Geschichte nicht auf Pump finanziert werden können.

Mehr von Westdeutsche Zeitung