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Messung: Wo werden die Feinstaub-Werte überschritten?

Messung: Wo werden die Feinstaub-Werte überschritten?

Insgesamt ist die Belastung im Vergleich zu den vergangenen Jahren zurückgegangen.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Das Ruhrgebiet und die Region um Stuttgart waren im vergangenen Jahr besonders häufig von einer zu hohen Feinstaub-Konzentration betroffen. Wie eine vorläufige Auswertung der Daten aus den Messnetzen der Länder und des Umweltbundesamtes ergab, überschritten die Feinstaub-Werte an insgesamt 34 Stationen in Deutschland die gesetzliche Grenze: Dort lag an mehr als 35 Tagen die Belastung oberhalb von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Allein 11 dieser 34 Stationen liegen im Ruhrgebiet, 6 im Großraum Stuttgart. Wie im Jahr zuvor registrierte die Luft-Messstation Stuttgart Neckartor die meisten Tage mit mehr als 50 Mikrogramm (50 millionstel Gramm) Feinstaub in jedem Kubikmeter Luft (97 Tage), gefolgt von Stationen in Dortmund (81 Tage) und Cottbus (79 Tage).

Insgesamt fanden sich unter den 10 Stationen mit den häufigsten Überschreitungen des Grenzwertes sieben aus NRW, davon 6 aus dem Ruhrgebiet. 5 Mess-Stationen überschritten den Höchstwert 36 Mal und damit genau ein Mal zu viel, etwa die Stationen Neuendorfer Straße in Brandenburg und Kaiser-Wilhelm-Straße in Duisburg.

Beinahe alle Stationen mit Feinstaub-Werten über dem gesetzlichen Grenzwert lagen in städtischem, verkehrsnahem Gebiet. Lediglich bei drei der 34 Stationen gilt nicht der Verkehr, sondern die Industrie als Hauptquelle für den gemessenen Feinstaub: bei der Station Grevenbroich-Gustorf sowie zwei Stationen in Duisburg.

Insgesamt aber geht etwa die Hälfte der innerörtlichen Feinstaub- Belastung auf Dieselfahrzeuge im Verkehr zurück, weitere 25 Prozent steuern jeweils Straßenabrieb und ferntransportierte Partikel bei.

Im Vergleich zu den Vorjahren war die Feinstaub-Konzentration im Jahr 2007 eher gering. So lagen die Monatsmittelwerte im vergangenen Jahr überwiegend unter den Durchschnittswerten aus dem Zeitraum von 2000 bis 2006. Der Sprecher des Umweltbundesamts, Martin Ittershagen, führt den Rückgang auf die günstigen Wetterverhältnisse im Jahr 2007 zurück.