Düsseldorf: Grand Départ: Düsseldorf zahlt 7,5 Millionen Euro drauf

Düsseldorf : Grand Départ: Düsseldorf zahlt 7,5 Millionen Euro drauf

Mehr Ausgaben für Sicherheit und geringere Einnahmen erhöhen das Minus unterm Strich.

Düsseldorf. Die endgültige Abrechnung liegt noch nicht vor, aber die Stadt weiß jetzt ziemlich genau, wie viel Geld sie für den Auftakt der Tour de France aufbringen muss: etwa 7,5 Millionen Euro. Das erfuhr die WZ aus dem Umfeld von OB Geisel. Diese Summe beschreibt die Differenz zwischen Einnahmen (vor allem von Sponsoren), die bei knapp acht Millionen Euro liegen, und Ausgaben von etwa 15,5 Millionen.

Bislang hatte die Stadt mit Kosten von 13 und somit einem Eigenanteil von fünf Millionen Euro unterm Strich gerechnet. Offiziell vorgelegt werden soll die Grand-Départ-Bilanz am 21. September im Rat. Dass die Kosten für die Stadt höher ausfallen würden, hatte Geisel unmittelbar nach dem Tour-Wochenende angekündigt. Als Hauptgrund nannte er die höheren Sicherheitsvorkehrungen, etwa in Form der Container-Blockaden oder der zusätzlichen Fußgängerbrücken über die Strecke. Mit Unverständnis reagierte man im Rathaus auf die gestrige Feststellung von NRW-Ministerpräsident Laschet, dass sich das Land nicht — wie von Geisel erwartet — an den Mehrkosten für die Stadt beteiligen werde. Es bleibe beim einmaligen Zuschuss von 200 000 Euro sagte Laschet auf Anfrage der Grünen im Landtag.

Die Stadt ihrerseits musste einräumen, sich bei der Vermarktung der Hospitality-Plätze in den VIP-Bereichen verkalkuliert zu haben. Von den 10 000 Nobel-Plätzen, die bis zu 650 Euro kosteten, konnte nur die Hälfte verkauft werden. Allerdings sind in alle Rechnungen noch nicht die indirekten Erträge für die Stadt aus höheren Steuereinnahmen eingeflossen. Am ersten Juli-Wochenende sollen die Tour-Besucher fast 60 Millionen Euro in der Stadt ausgegeben haben, hauptsächlich in Gastronomie und Hotellerie.