Diebstahlbekämpfung: Minister beraten über Handy-Sperren

NRW setzt auf Kooperation mit Mobilfunkbranche.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) denkt über eine Gerätesperre nach.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) denkt über eine Gerätesperre nach.

Foto: Maurizio Gambarini

Düsseldorf. Die Zahl gestohlener Mobiltelefone, Smartphones und Tablets nimmt rapide zu. Bundesweit sind der Polizei derzeit mehr als 1,6 Millionen Handys und Smartphones als gestohlen gemeldet. Das sagte am Freitag NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD/Foto: dpa). Allein an Rhein und Ruhr sei die Zahl der Delikte seit 2011 um 50 Prozent auf 76 000 im vergangenen Jahr gestiegen.

Jäger kündigte an, dass die Innenminister bei ihrer Konferenz in Bonn (Mittwoch bis Freitag) über eine Gerätesperre beraten werden. Jäger ist derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz.

Seit 2004 sind ihm zufolge Handys und Smartphones mit einer unverwechselbaren Gerätenummer versehen, die automatisch ins Mobilfunknetz übertragen wird, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Wenn das Handy bei der Polizei als gestohlen gemeldet wird, kann der Betreiber diese Imei-Nummer in eine Sperrliste eintragen.

Dann kann auch mit einer anderen Sim-Karte nicht mehr telefoniert werden. Über die Imei können die Geräte auch aufgespürt werden. Zudem können die Anbieter Smartphones mit einer Software („Kill Switch“) ausstatten, die auch die restlichen Funktionen per Knopfdruck aus der Ferne unbrauchbar machen.

Jäger setzt auf Kooperation mit den Mobilnetzbetreibern. „Das geht schneller, als wenn wir eine gesetzliche Regelung schaffen.“ Verbraucher finden die Imei-Nummer in den Verkaufsunterlagen. Sie ist in vielen Geräten auch unter folgender Tastenkombination abrufbar: Sternchen, Raute, 06, Raute. lnw

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