110 000 Lastwagenfahrer missachten Fahrverbot auf Rheinbrücke

110 000 Lastwagenfahrer missachten Fahrverbot auf Rheinbrücke

Leverkusen/Duisburg. Die maroden Rheinbrücken über die A 1 und die A 40 stellen Auto- und Lkw-Fahrer schon jetzt vor harte Geduldsproben. Gestern verkündete Straßen.NRW eine neue Hiobsbotschaft: Die Rheinbrücke der A 40 bei Duisburg muss wegen weiterer Reparaturen auch in Richtung Venlo für Lastwagen über 3,5 Tonnen gesperrt werden.

Die Einschränkungen gelten aber erst, wenn der Lkw-Verkehr Richtung Essen wieder rollen darf. Diese Teilsperrung sollte morgen aufgehoben werden. Auch dieser Termin verschiebt sich jedoch, da neue Schäden entdeckt worden sind. Den Zeitplan wird Straßen.NRW am Dienstag bekannt geben.

Viele Lkw-Fahrer missachten indes die Fahrverbote. Seit Sperrung der A 1-Brücke in Leverkusen im Juni 2014 für Lkw über 3,5 Tonnen haben die Gewichtsblitzer schon gut 110 000 Verstöße erfasst. Da den Fahrern vorsätzliches Handeln unterstellt wird, verdoppelt sich das Bußgeld auf 150 Euro — mit Verwaltungsgebühren werden 180 Euro fällig. „Einige sind beharrlich. Wiederholte Verstöße führen dann zum Fahrverbot“, sagt Polizeisprecher Lutz Flaßnöcker.

An der A 40-Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg kontrolliert die Polizei rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche. In den ersten Tagen waren täglich 60 Beamte im Einsatz, mittlerweile sind es zwölf. Bis Ostern missachteten 10 000 Fahrer das Verbot. „Mittlerweile nehmen die Verstöße ab. Bald werden weniger Kollegen vor Ort sein“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Töpfer.

Die Sperrungen treiben auch gefährliche Blüten, wie Pendler beobachten: Ein Pulk von sechs Lkw aus Osteuropa etwa wollte nachts die Brücke überqueren. Als die Fahrer die Polizisten sahen, fuhren sie hinter der Ausfahrt Rheinhausen auf den Standstreifen und legten den Rückwärtsgang ein. “ Hier und Heute Sollte an den Brücken noch schärfer kontrolliert werden? wz.de solinger-tageblatt.de rga.de

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