Umwelt Lagerort für Atommüll steht frühestens 2046 fest

München · Die Suche nach einem Endlager für Atommüll in Deutschland erweist sich weiterhin als schwer. Es soll zwei Szenarien geben: Im schnelleren wäre ein Ort 2046 gefunden.

 Einen Ort für ein Endlager für Atommüll zu finden, erweist sich weiterhin als großes Problem. Frühestens 2046 soll ein Ort bestimmt werden.

Einen Ort für ein Endlager für Atommüll zu finden, erweist sich weiterhin als großes Problem. Frühestens 2046 soll ein Ort bestimmt werden.

Foto: dpa/Stefan Sauer

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Deutschland dauert länger als geplant - und zwar offenbar sehr viel länger: Im schnelleren von zwei Szenarien könnte der Ort für das Endlager bis 2046 feststehen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagsausgabe) aus einem Papier der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Demnach würde es im langsameren Szenario sogar erst 2068 eine Entscheidung geben.

Bereits am Donnerstag war bekannt geworden, dass der bisher angepeilte Termin, das Jahr 2031, nicht zu halten ist. Das Bundesumweltministerium hatte mitgeteilt, das Verfahren für die Endlagersuche könne „unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen an die Auswahl des Standortes mit der bestmöglichen Sicherheit nicht bis zum Jahr 2031 abgeschlossen werden“. Dabei verwies das Ressort auf ein BGE-Papier, das auf Bitten des Ministeriums verfasst worden sei.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berief sich nun auf eine „interne Unterlage“ der BGE, die für die Umsetzung des Auswahlverfahrens zuständig ist. Darin seien zwei „exemplarische Szenarien“ beschrieben - ein schnelleres und ein langsameres.

Die Auswertung geologischer Daten und auch die Entwicklung der nötigen Methoden verlange mehr Zeit, sagte BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz der Zeitung. „Der Aufwand hat sich sukzessive ergeben.“

Ein Sprecher des Umweltministeriums hatte am Donnerstag erklärt, dem „Grundsatz der bestmöglichen Sicherheit haben sich auch Zeitvorgaben unterzuordnen“. Gleichzeitig dürfe aber „das Ziel nicht aus dem Blick geraten“. Das Ministerium kündigte an, Gespräche mit der BGE und dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) als zuständiger Aufsichtsbehörde zu führen.

(AFP)
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