Jubiläum: Mauerfall vor 30 Jahren: Erinnerungswoche in Berlin beginnt

Jubiläum : Mauerfall vor 30 Jahren: Erinnerungswoche in Berlin beginnt

Die Hauptstadt erinnert mit einer Festivalwoche an den Fall der Mauer vor 30 Jahren. Den Auftakt dazu gibt am Montagabend Berlins Regierender Bürgermeister auf dem Alexanderplatz.

In Berlin rückt in dieser Woche mit rund 200 Veranstaltungen der Fall der Mauer vor 30 Jahren in den Mittelpunkt. Das vielschichtige Programm sollte offiziell am Montagabend (17.30 Uhr) vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf dem Alexanderplatz eröffnet werden. Dort hatten vor genau 30 Jahren am 4. November 1989 Hunderttausende Ostdeutsche für Meinungsfreiheit und Demokratie demonstriert. An dem originalen Schauplatz sollen eine Videoprojektion, Licht- und Soundeffekte sowie eine Performance den historischen Tag wieder lebendig werden lassen.

Am Montag wurde die Ausstellung „Freiheitslinie U5. Nächster Halt Freiheit?“ eröffnet. In vier Bahnhöfen der U-Bahnline wird mit Fotos und Texten auf die deutsche Freiheits- und Demokratiegeschichte aufmerksam gemacht. Forderungen aus den Revolutionen von 1848 und 1918 sowie aus dem niedergeschlagenen DDR-Volksaufstand von 1953 seien mit der friedlichen Revolution vom Herbst 1989 eingelöst worden, sagte der Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Tom Sello.

Unter dem Motto „7 Tage - 7 Orte“ sind bis zum 9. November an authentischen Berliner Orten der friedlichen Revolution Lesungen, Installationen, Zeitzeugen-Gespräche, Info-Pavillons, Filme und Ausstellungen geplant.

Im Abgeordnetenhaus wird am Montagabend bei einer Diskussion über die Nachwirkungen der friedlichen Revolution (19.30 Uhr) gesprochen. Dort wird auch die frühere DDR-Oppositionelle Marianne Birthler erwartet. Sie gehörte damals zu den Rednern auf dem Alexanderplatz.

Programm zum Mauerfall-Jubiläum

(dpa)
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