Kosten für Sicherheit in Jobcentern nahezu verdreifacht

Mitarbeiterschutz : Kosten für Sicherheit in Jobcentern nahezu verdreifacht

Die Kosten für die Sicherheitsdienste in den Jobcentern sind stark gestiegen. Sie erhöhten sich von 6,4 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 17,5 Millionen Euro im Jahr 2018.

Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor, über die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ am Donnerstag online berichtete. Demnach gab es 2012 zwei Übergriffe auf Jobcenter-Mitarbeiter, die tödlich endeten. Außerdem wurden 12 Körperverletzungen, 22 Gewaltandrohungen, 10 Bombendrohungen und 9 Sachbeschädigungen gezählt.

Die tatsächliche Zahl der Übergriffe könnte jedoch höher liegen, da nach Angaben der Bundesregierung keine generelle Meldepflicht für Jobcenter besteht, wie es in dem Bericht heißt. Wieso die Kosten für die Sicherheit seit 2011 deutlich gestiegen sind, konnte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA) nicht sagen. „Das muss draußen vor Ort entschieden werden.“ Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums sind die Jobcenter selbst für die Sicherheit ihrer Beschäftigten verantwortlich.

(dpa)
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