Flüchtlingskosten: Die Augen verschlossen

Flüchtlingskosten : Die Augen verschlossen

Während sich mittlerweile zahlreiche Menschen persönlich engagieren, hat sich die Politik bei der großen Herausforderung Flüchtlingshilfe nicht mit Ruhm bekleckert. Bund, Länder und Kommunen haben zu lange die Augen verschlossen vor den Realitäten in Syrien und anderswo — in der Hoffnung, dass es schon nicht so schlimm kommen werde.

Und dass man diejenigen, die es dann doch bis nach Deutschland schaffen, schon irgendwie unterbringen werde.

Statt rechtzeitig vorzusorgen, beklagt man nun die scheinbar unverhofft entstandenen Löcher in den Haushaltskassen. Dass andere europäische Länder noch weniger aufnahmebereit sind, kann keine Entschuldigung sein. Nun bedarf es schneller, gemeinsamer Anstrengungen — auch als klare Botschaft gegen die zunehmenden Angriffe auf Flüchtlinge und Asyl-Unterkünfte.

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