Bundeswehr: Ein Fall für de Maizière

Bundeswehr: Ein Fall für de Maizière

Der enge Vertraute der Kanzlerin wird Verteidigungsminister. Neuer Innenminister wird CSU-Mann Friedrich.

Berlin. Thomas de Maizière wird Nachfolger von Karl-Theodor zu Guttenberg: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gab am Mittwoch bekannt, dass ihr enger Vertrauter an die Spitze des Verteidigungsministeriums rückt. Nachfolger von de Maizière als Innenminister wird der bisherige CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich.

Gut drei Wochen vor den wichtigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz tauschen damit CDU und CSU die Schlüsselressorts Innen und Verteidigung. Die Minister de Maizière und Friedrich werden bereits am Donnerstag ernannt. Merkel betonte, sie halte an Guttenbergs Konzept für die Bundeswehrreform trotz der Finanz- und Personalprobleme fest. Guttenberg war am Dienstag wegen der Plagiats-affäre um seine Doktorarbeit zurückgetreten.

CSU-Chef Horst Seehofer plädierte derweil dafür, dass Guttenberg der Politik erhalten bleibe. „Er gehört zu uns, er ist einer von uns. (. . .) Wir brauchen ihn auch.“

Die Rochade zwischen Innen- und Verteidigungsressort hatte nach Medieninformationen Merkel ins Gespräch gebracht. Offensichtlich wollte sie für die mühevolle Umsetzung der Bundeswehrreform ihren Vertrauten de Maizière haben.

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