Bundestag: AfD-Kandidat im Bundestag durchgefallen

Bundestag: AfD-Kandidat im Bundestag durchgefallen

Berlin. Der Bundestag hat den AfD-Kandidaten für das Parlamentarische Kontrollgremium durchfallen lassen. Der brandenburgische Abgeordnete Roman Reusch verfehlte am Donnerstag im Plenum die erforderliche Mehrheit.

Statt der notwendigen 355 Stimmen erhielt der AfD-Parlamentarier lediglich 210 Stimmen. Das neunköpfige Gremium ist für die Kontrolle der Geheimdienste verantwortlich. Die Abgeordneten tagen regelmäßig unter strenger Geheimhaltung. Dass die AfD nun vorerst außen vor bleibt, sorgt in der Partei für große Verärgerung. 13 Prozent der Wähler würden damit ausgegrenzt, beklagte der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland. Er kündigte an, Reusch erneut ins Rennen zu schicken: „Wenn man Krieg haben will in diesem Bundestag, dann kann man auch Krieg kriegen.“

Derweil wird der AfD-Kandidat für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten, Albrecht Glaser, keine Gelegenheit bekommen, sich erneut zur Wahl zu stellen. Der Ältestenrat des Parlaments hat vereinbart, keinen weiteren Wahlgang mit ihm durchzuführen. dpa