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G7-Außenministertreffen in Münster – Russland und China im Zentrum

Weltpolitik : G7-Außenministertreffen in Münster – Russland und China im Zentrum

Die Außenministerinnen und Außenminister der sieben wirtschaftsstärksten Demokratien beraten ab Donnerstag zwei Tage über die Konsequenzen aus dem russischen Angriffskrieg. Annalena Baerbock (Grüne) wird das Treffen als Präsidentin der G7-Außenminister leiten.

Die Außenministerinnen und Außenminister der G7-Länder beraten von diesem Donnerstag an in Münster über die Konsequenzen aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Bei dem zweitägigen Treffen der Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien soll zudem unter anderem über den Umgang mit China und dem Iran gesprochen werden, ebenso wie über die Folgen des Krieges für Zentralasien und Afrika. Auch Außenministerinnen und -minister aus afrikanischen Staaten sowie Vertreter des Staatenverbunds Afrikanische Union wurden in der westfälischen Stadt erwartet.

Für Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) als aktuelle Präsidentin der G7-Außenminister folgt das Treffen auf eine dreitägige Zentralasienreise. Ob in Münster weitere Sanktionen gegen Russland beschlossen werden, war zunächst offen. Der G7-Runde gehören auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien an. Deutschland hat bis Jahresende die Präsidentschaft inne.

Tagungsort der G7-Minister ist das Historische Rathaus der 317 000-Einwohner-Stadt. Unter anderem wird im Friedenssaal gesprochen, wo vor mehr als 370 Jahren über den Westfälischen Frieden verhandelt wurde. Dieser markierte das Ende des verheerenden Dreißigjährigen Kriegs und des Achtzigjährigen Unabhängigkeitskriegs der Niederlande. Der Friedensschluss gilt als Meilenstein auf dem Weg zu einer europäischen Friedensordnung.

Vor Beginn des G7-Treffens wollen Baerbock und US-Außenminister Antony Blinken in Münster an der Auftaktveranstaltung des „Deutsch-Amerikanischen Zukunftsforums“ teilnehmen. Die Konferenz steht unter dem Motto „Offene und freie Gesellschaften stärken. Die Zukunft der Demokratie in einer digitalen Welt“. Das Forum war im Juli 2021 von US-Präsident Joe Biden und der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Leben gerufen worden.