Ehemaliger britischer Premier : Tony Blair sieht Karfreitagsabkommen als größtes Vermächtnis
London Tony Blair war zehn Jahre lang Premierminister des Vereinten Königreichs. Bei einem Interview verriet er nun, auf welches Ereignis in seiner Amtszeit er besonders stolz zurückblickt.
Der frühere britische Premierminister Tony Blair sieht seine Rolle in der Vermittlung eines Friedensabkommens in Nordirland als sein größtes Vermächtnis. Das machte der Labour-Politiker in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur und den europäischen Nachrichtenagenturen AFP, ANSA und EFE deutlich.
„Ich denke, die eine unbestrittene Sache ist das Karfreitagsabkommen“, sagte Blair auf die Frage, worauf er in seiner politischen Karriere am meisten stolz ist. Blair hatte maßgeblich zum Zustandekommen des Friedensschlusses in der ehemaligen britischen Unruheprovinz beigetragen, der sich in diesem Jahr zum 25. Mal jährt (Stichtag 10. April).
Das Karfreitagsabkommen von 1998 beendete einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg zwischen meist katholischen Befürwortern einer Vereinigung der beiden Teile Irlands einerseits sowie überwiegend protestantischen Anhängern der Union mit Großbritannien, Polizei und britischer Armee auf der anderen Seite.