100 Jahre Frauenwahlrecht - Das sind die Reaktionen aus dem Netz

Social Media : 100 Jahre Frauenwahlrecht - Das sind die Reaktionen aus dem Netz

Vor 100 Jahren durften Wählerinnen erstmals ihre Stimme abgeben. Es war kein leichter Weg für die Frauen, bis das Wahlrecht auch für sie galt. Im Netz zeigt sich, dass das Frauenwahlrecht keine Selbstverständlichkeit ist.

Die erste Wahl, an der Frauen teilnehmen durften, war die Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung vom 19. Januar 1919. Hier durften sich Frauen außerdem zur Wahl aufstellen lassen. Und so kam es, dass 300 Frauen kandidierten und über 80 Prozent der wahlberechtigten Frauen mit abstimmten. Ein historischer Meilenstein.

Heute geht der Kampf für Gleichberechtigung weiter. Bei dem Festakt zur Einführung des Frauenwahlrechts fordern Politikerinnen eine Erhöhung des Frauenanteils im Bundestag und in den Länderparlamenten. „Das Ziel muss Parität sein“, sagte die Kanzlerin und betonte, dass der Frauenanteil im Bundestag auch sie nicht zufrieden stelle. Für eine gesetzliche Quote sprachen die Grünen sich aus. Auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bezeichnete die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen als Daueraufgabe.

Das Thema scheint in der Politik also auf Akzeptanz und offene Ohren zu stoßen. Trotzdem findet man im Netz unter dem Hashtag #Frauenwahlrecht teilweise erschütternde Kommentare. Twitter-User Micha S schreibt unter einen Tagesschau-Beitrag: „#Frauenwahlrecht der größte Fehler der Menschheit.“ Negative Posts mit ähnlicher Botschaft werden in den sozialen Medien veröffentlicht und geteilt. Es wird sich dafür ausgesprochen, das Frauenwahlrecht wieder abzuschaffen:

Und es wird den Frauen unterstellt, sich nicht auf inhaltlicher Ebene einbringen zu können:

Neben diesen Beiträgen gibt es aber überwiegend positive Inhalte. Ein Großteil der Internet-Gemeinde spricht sich für das Frauenwahlrecht aus und regt darüber hinaus zum Nachdenken an.

Es wird sich gegen Klischees über Feminismus und den Kampf für Frauenrechte ausgesprochen und für einen offeneren Dialog geworben.

Und natürlich melden sich auch satirische Formate zu Wort und zeigen uns, dass noch Einiges zu tun ist.

(paho/dpa)